Warum berufliche Erfahrung überschätzt wird

Die meisten Unternehmen haben eine ganz bestimmte Art und Weise, wie dort Aufgaben verrichtet werden. Und wenn jemand viele Jahre in diesem Unternehmen tätig ist, dann wird er sehr gut darin, Dinge auf eine bestimmte Art und Weise zu tun. Das heißt aber nicht, dass er damit automatisch ein herausragender Mitarbeiter in einem anderen Job in einem anderen Unternehmen sein wird. Teilweise gilt sogar das Gegenteil: Wenn man sehr festgefahren darin ist, Dinge auf einer bestimmte Art zu erledigen, kann das durchaus nachteilig für die Leistung in einem anderen Kontext sein. (Lesen Sie auch: Unter Zeitdruck arbeiten: Warum das nicht immer negativ sein muss)

Berufliche Erfahrung ist nicht gänzlich irrelevant

Das heißt übrigens nicht, das Arbeitserfahrung generell irrelevant ist. Studien zeigen, dass wir mit der Dauer eines Job in einem Unternehmen in der Regel besser darin werden, die geforderten Aufgaben zu erledigen. Zum einen, weil wir die sehr spezifischen Fähigkeiten erlernen, auf die es bei diesem Beruf ankommt. Zum anderen aber auch, weil für die effiziente Erledigung von Aufgaben ein soziales Netzwerk im Unternehmen und tiefes Wissen darüber, wer became weiß und wer became kann, unabdingbar sind. Das aufzubauen, erfordert schlicht viel Zeit. (Lesen Sie auch: Slack, Zoom, Trello & Co. – Wie wir united statesendlich im Tool-Dschungel zurechtfinden)

Für Unternehmen bedeuten diese ziemlich überraschenden Erkenntnisse von Van Iddekinge, dass sie viele gute Bewerber unberücksichtigt lassen, wenn sie zu viel Gewicht auf das Kriterium der beruflichen Erfahrung legen. Wenn Sie Mitarbeiter auswählen und Ihnen vorherige Arbeitserfahrung wichtig ist, dann sollten Sie vor allem auf sehr spezifische Erfahrung achten, die so nah wie möglich an dem Job ist, den Sie besetzen wollen. Auf Anforderungen zur allgemeinen Arbeitserfahrung, etwa die Jahre, die jemand in der Branche tätig ist, sollten Sie eher verzichten. (Auch interessant: Vier-Tage-Woche: Became bringt das Arbeitsmodell wirklich?)

Lassen Sie sich von den Forderungen in Stellenausschreibungen nicht abschrecken

Wenn Sie ein Berufsanfänger sind, der auf eine spannende Stellenausschreibung stößt, aber von der erwarteten Arbeitserfahrung zurückschreckt: Fühlen Sie sich durch die Erkenntnisse von Van Iddekinge motiviert, selbstbewusster aufzutreten! Gehen Sie im Bewerbungsschreiben sehr offensiv mit dem Thema Arbeitserfahrung um. Formulieren Sie klar, dass Sie zwar nicht über x Jahre Erfahrung in der Branche verfügen, aber bereits Erfahrungen gemacht haben, bei denen genau die spezifischen Fähigkeiten gefordert waren, auf die es in dem Job ankommt. (Lesenswert: Warum wir in der Arbeit mehr persönliche Gespräche führen sollten – und warum united statesdas schwerfällt)

Diese Erfahrungen können Sie im ehrenamtlichen Bereich, im Sport, im Studium, aber auch schon in wenigen Jahren erster Berufserfahrung gemacht haben. Und wenn Ihnen jemand sagt “Sie haben zu wenig Erfahrung!”, seien Sie mutig und antworten Sie: “Wenig, aber die richtige!”

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Von admin

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