Trotz Deal der UN-Vetomächte: China will Atomwaffenarsenal „modernisieren“

Dienstag, 04. Januar 2022


Trotz Deal der UN-Vetomächte

China will Atomwaffenarsenal „modernisieren“

a092b6d6b4a7204daf042b089f8b3cc4.jpg

Das Waffenarsenal soll weiter „modernisiert“ werden, heißt es aus Peking.

(Foto: AP)

FB
TW

mail

Atomwaffen sollen sich nicht weiter verbreiten können, vereinbaren die UN-Vetomächte. Das lässt China allerdings kalt. Das Land kündigt an, sein Waffenarsenal weiter zu „modernisieren“. Gleichzeitig richtet Peking eine Forderung an Russland und die USA.

China hat einen Price nach der Erklärung der UN-Vetomächte, eine weitere Verbreitung von Atomwaffen verhindern zu wollen, angekündigt, sein Atomwaffenarsenal weiter zu „modernisieren“. China werde „sein Atomwaffenarsenal aus Gründen der Zuverlässigkeit und Sicherheit weiterhin modernisieren“, sagte Fu Cong, Leiter der Abteilung für Rüstungskontrolle im chinesischen Außenministerium, vor Journalisten in Peking.

Er forderte die Vereinigten Staaten und Russland zugleich auf, bei der Verringerung der Nuklearwaffenbestände den ersten Schritt zu tun. Die USA und Russland verfügten immer noch über 90 Prozent der Atomsprengköpfe weltweit, sagte Fu. „Sie müssen ihr Atomarsenal auf unumkehrbare und rechtsverbindliche Weise reduzieren“, forderte er. Gleichzeitig wies er Vorwürfe aus Washington zurück: „US-Behauptungen, wonach China seine atomaren Fähigkeiten erheblich ausbaut, sind unwahr“, sagte Fu.

China rüstet schnell auf

Global besteht Sorge über die Modernisierung der chinesischen Streitkräfte, vor allem, nachdem die Armee im vergangenen Jahr die Entwicklung einer Hyperschallrakete mit fünffacher Schallgeschwindigkeit verkündete. Laut einem Bericht des US-Verteidigungsministeriums vom November rüstet China sein Kernwaffenarsenal schneller auf als erwartet. Demnach könnte China bis 2030 über mehr als 1000 atomare Sprengköpfe verfügen.

China, Russland und die drei westlichen UN-Vetomächte USA, Großbritannien und Frankreich hatten am Montag ungeachtet aktueller diplomatischer Spannungen eine gemeinsame Erklärung zum Atomwaffensperrvertrag abgegeben. Darin bekräftigten sie das Ziel einer atomwaffenfreien Welt und der Vermeidung eines Atomkrieges.

„Wir glauben zutiefst, dass eine weitere Ausbreitung solcher Waffen verhindert werden muss“, hieß es in der Erklärung. „Ein Atomkrieg kann nicht gewonnen werden und darf nie geführt werden.“ Solch eine gemeinsame Erklärung ist selten. Sie erfolgte vor einer Konferenz zur Überprüfung des Atomwaffensperrvertrags, die in diesem Jahr stattfinden soll und von Frankreich koordiniert wird.

Quelle: ntv.de, ara/AFP

THEMEN

Zur Quelle

Von admin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.