Tesla, NVIDIA & Co.: Welche Aktien sich 2022 lohnen könnten

• Starker Technologie-Sektor


• Sowohl etablierte Namen als auch Neuzugänge


• Berichtssaison dürfte stützen

Zeitpunkt für Strategiewechsel

Das neue Jahr ist erst wenige Tage alt – und damit ist es für Investoren noch nicht zu spät, ihre Anlagestrategie neu auszurichten. Dem Aktienblatt „Investor’s Industry Every single day“ zufolge könnten sich 2022 nämlich vor allem Tech-Titel lohnen – darunter befindet sich auch der ein oder andere bekannte Name. Unter den High-Picks, die Analyst und Kolumnist Matthew Galgani für das Portal vor dem baldigen Beginn der Berichtssaison untersucht hat, befinden sich etwa Aktien von Tesla, NIVIDA, AMD, Microsoft und Alphabet. So tackle es sich bei den ausgewählten Titeln um starke Wachstumsaktien, die in den Analysen des Börsenportals weit vorne liegen. Aber auch der IPO-Enhance, der derzeit an den Börsen vorherrscht, könne sich für Anleger bezahlt machen. So empfiehlt der Experte etwa drei Titel von Börsenneulingen, deren Handelsstart erst wenige Monate zurückliegt.

NVIDIA- und AMD-Aktien profitieren von Chipmangel

Unter den Tech-Titeln sieht Galgani vor allem bei den Aktien von NVIDIA und AMD Potenzial. Die beiden US-Konzerne stellen Prozessoren und Chipsätze für Pc und Spielekonsolen her und profitieren damit vom derzeitigen Mangel an Halbleitersätzen. Im Rahmen der Technik-Messe Consumer Electronics Veil (CES), die Anfang Januar stattfand, stellten die beiden Konzerne außerdem neue Grafikkarten im unteren Preissegment vor. So soll NVIDIAs GeForce RTX 3050 ermöglichen, aktuelle Spiele mit 60 Bildern je Sekunde auszuführen – und das zu einem Preis von 249 US-Greenback. „RTX ist der neue Customary, und die GeForce RTX 3050 macht ihn zugänglicher als je zuvor“, so Jeff Fisher, Seniorvizepräsident der GeForce-Sparte, in einer Pressemitteilung. Die Grafikkarte soll ab dem 27. Januar erhältlich sein. Zusätzlich baut das Unternehmen seinen Cloud-Gaming-Dienst GeForce Now weiter aus, der Spiele auf einem Server ausführt, von dem aus diese dann gestreamt werden können. Leistungsstarke Hardware ist für den Endverbraucher damit nicht mehr notwendig. Belastend wirkt jedoch nach wie vor der unklare Ausgang der geplanten Übernahme des britischen Chipentwicklers Arm.



Mit der Radeon RX 6500 XT bietet nun auch Konkurrent AMD ein günstiges Einsteigerprodukt an. So soll die neue Grafikkarte bei einer Auflösung von 1080p und hohen Grafikeinstellungen im Vergleich zu Mitbewerberangeboten eine bis zu 35 Prozent schnellere Spiele-Efficiency bieten, wie AMD in einer Ankündigung verspricht. Mit einem Preis von 199 US-Greenback unterbietet der Chiphersteller NVIDIAs neue Einsteigerkarte außerdem. Ihren Weg in den Handel findet die Radeon RY 6500 XT bereits am 19. Januar.

Für beide Aktien lief es im vergangenen Jahr äußerst gut: Während NVIDIA-Papiere im Jahresverlauf um 124,4 Prozent zulegten, betrug das Plus bei AMD-Aktien 2021 56,2 Prozent. Zuletzt wurden die Titel bei 274,00 US-Greenback (NVIDIA) bzw. 132,00 US-Greenback (AMD) gehandelt (Schlusskurs vom 10. Januar 2022).

Tech-Größen Microsoft und Alphabet zum Kauf empfohlen

Auch die Aktien der Tech-Riesen Microsoft und Alphabet können sich Galgani zufolge lohnen. So befinden sich die Titel auf der Liste der besten langfristigen Wachstumsaktien, die das Handelsportal zusammenstellt. Dies zeigt sich auch an der Kursentwicklung des letzten Jahres: Microsoft-Aktien kletterten an der NASDAQ um 51,1 Prozent, für Alphabet-Titel ging es derweil um 64,6 Prozent aufwärts. Zuletzt wurden die Aktien noch mit 314,27 US-Greenback (Microsoft) bzw. 2.771,25 US-Greenback (Alphabet) eingepreist (Schlusskurs vom 10. Januar 2022). Weitere Impulse erhofft der Stratege außerdem von der Veröffentlichung der Unternehmenszahlen zum vierten Quartal 2021, die in den nächsten Wochen anstehen.

Tesla mit Auslieferungsrekord – starke Quartalszahlen erwartet

Auch für Aktien des E-Autobauers Tesla zeigt sich Galgani bullish. Zuletzt wurde der Kurs des Papiers von der Nachricht angetrieben, dass man im vierten Quartal 2021 308.600 Fahrzeuge auslieferte – ein neuer Quartalsrekord. Mit 936.000 Autos im gesamten Jahr erhöhte der E-Konzern unter der Leitung von Elon Musk seine Auslieferungszahlen damit um 87 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Bilanz des vierte Quartals sowie des gesamten Geschäftsjahres 2021, die am 27. Januar veröffentlicht werden, dürfte dem Analysten zufolge positiv ausfallen. Experten zufolge könnte der Gewinn je Aktie auf Quartalsebene von zuvor 0,80 US-Greenback um 140 Prozent bzw. auf Jahresebene von 2,24 US-Greenback um 169 Prozent gestiegen sein.

Nachdem die Tesla-Aktie im Jahr 2020 an der NASDAQ noch um satte 743 Prozent ansprang, betrug das Plus im vergangenen Jahr noch 46,9 Prozent. Zuletzt wurden die Papiere bei 1.058,12 US-Greenback gehandelt (Schlusskurs vom 10. Januar 2022).

Börsenneuling Airbnb trotz Pandemie gut aufgestellt

Neben am Aktienmarkt etablierten Unternehmen könne es sich Galgani zufolge jedoch lohnen, auch einen Blick auf Börsenneulinge zu werfen. So wagte sich etwa der Vermittler von Übernachtungsunterkünften Airbnb am 10. Dezember 2020 aufs Börsenparkett – und das mitten in der Corona-Krise, die dem Reisesektor einen starken Einbruch bescherte. Die dynamische Pandemielage bescherte dem Kurs der Airbnb-Aktie seit Erstnotiz eine Berg- und Talfahrt. Auf Jahressicht konnte der Anteilsschein 2021 dennoch ein Plus von 10,3 Prozent verbuchen und notiert nun bei 160,71 US-Greenback (Schlusskurs vom 10. Januar 2022). Weiteren Auftrieb könnte der Kurs mit der Veröffentlichung der jüngsten Quartalszahlen erhalten, die am 25. Februar ansteht. Experten zufolge könnte der Gewinn je Aktie um 107 Prozent gestiegen sein. Im dritten Quartal 2021 verbuchte der Übernachtungsvermittler einen Umsatz von 2,2 Milliarden US-Greenback – und slump damit nicht nur über dem Vorkrisenniveau, sondern verbuchte damit auch einen neuen Rekord.

Snowflake und Roblox begeistern mit starkem Umsatzwachstum

Kurz vor Airbnb, im September 2020, startete auch der Cloud-Anbieter Snowflake an der NYSE durch. Ihr erstes vollständiges Börsenjahr schloss die Snowflake-Aktie dann mit einem Plus von 18,7 Prozent ab. Zuletzt kostet ein Anteilsschein noch 302,73 US-Greenback (Schlusskurs vom 10. Januar 2022). Zwar sei das Unternehmen derzeit noch nicht profitabel, wie Galgani betont, dennoch könne Snowflake auf ein starkes Umsatzwachstum zurückblicken. Dies dürfte sich auch in den Unternehmensergebnissen bemerkbar machen, die für den 3. März erwartet werden.

Roblox, der Betreiber der gleichnamigen Online-Spieleplattform, hat seine Aktien im März 2021 auf den Markt gebracht. Nachdem der Erstkurs noch 64,50 US-Greenback betrug, schaffte es das Papier bis zum Jahresende um 30,8 Prozent nach oben. Zuletzt kostete die Roblox-Aktie an der NYSE 85,52 US-Greenback (Schlusskurs vom 10. Januar 2022). Ähnlich wie Snowflake kann sich auch Roblox ein starkes Umsatzwachstum auf die Fahne schreiben. Seine Bücher öffnet das Unternehmen bereits am 28. Januar.

Auch weitere Branchen empfohlen

Zwar stammen Galganis Empfehlungen vor allem aus dem Technologiesektor, darüber hinaus sollten Anleger aber auch die Bereiche Medizin, Agrochemie und Energie nicht aus den Augen verlieren, so der Analyst. Abseits von Tech-Titeln könnten sich hier etwa Aktien des Pharmaunternehmens ICON, des Düngerherstellers Nutrien sowie des Energiekonzerns Oasis Petroleum, der sein Engagement im Bereich Kohlenwasserstoff ausbaut, lohnen.

Redaktion finanzen.win

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