Telefonat über russische Truppen: Biden will Selenskyj Unterstützung zusichern

Samstag, 01. Januar 2022


Telefonat über russische Truppen

Biden will Selenskyj Unterstützung zusichern

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Im vergangenen September war Wolodymyr Selenskyj bereits im Weißen Haus in Washington bei Joe Biden zu Gast.

(Foto: characterize alliance/dpa/AP)

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Seit Wochen zieht Russland Truppen an der ukrainischen Grenze zusammen. Kremlchef Putin warnt Joe Biden telefonisch vor einem Einmarsch. Nun spricht der US-Präsident mit dem Staatschef der Ukraine und sichert ihm im Vorfeld Unterstützung „für die territoriale Integrität“ des Landes zu.

US-Präsident Joe Biden will an diesem Sonntag mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj über den Aufmarsch russischer Truppen nahe der ukrainischen Grenze sprechen. Biden werde der Ukraine in dem Telefonat „die Unterstützung der USA für die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine bekräftigen“, heißt es aus Washington. Die US-Regierung werde zudem „bevorstehende diplomatische Bemühungen“ für eine Deeskalation vorbereiten.

Biden hatte am Donnerstag bereits mit Russlands Präsident Putin über den Aufmarsch russischer Truppen nahe der ukrainischen Grenze gesprochen. Der Westen befürchtet, Moskau könnte das Nachbarland angreifen. Der Kreml dementiert jegliche Angriffspläne, weist Kritik an den Truppenbewegungen zurück und wirft seinerseits der Ukraine und der NATO „Provokationen“ vor.

In dem Gespräch soll der amerikanische dem russischen Staatschef mit harten Sanktionen gedroht haben. Die USA und ihre Verbündeten würden im Falle einer Invasion „entschlossen antworten“, sagte Biden nach Angaben des Weißen Hauses zu Putin. Russland müsse die Spannungen mit der Ukraine „deeskalieren“.

Persönliche Treffen im Januar

Mit Selenskyj will Biden demnach auch über die weiteren geplanten Unterredungen zwischen Moskau und Washington sprechen, die helfen sollen, den Ukraine-Konflikt zu entschärfen. Auf Twitter schrieb der ukrainische Präsident, es gehe darum, gemeinsame Positionen „für Frieden in der Ukraine und Sicherheit in Europa“ abzustimmen.

Diplomaten Russlands und der USA wollen sich am 9. und 10. Januar in Genf treffen. Das westliche Verteidigungsbündnis NATO plant zudem für den 12. Januar eine Unterredung mit der russischen Seite. Am Tag danach soll es ein Treffen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) geben.

Die USA werfen Russland seit Wochen einen massiven Truppenaufzug in Gebieten an der Grenze zur Ukraine vor. Befürchtet wird, dass russische Truppen in die ehemalige Sowjetrepublik einmarschieren könnten. Moskau bestreitet solche Pläne. 2014 hatte Russland die ukrainische Schwarzmeer-Halbinsel Krim annektiert. Es unterstützt auch kremltreue Separatisten im Osten der Ukraine.

Quelle: ntv.de, chr/AFP/dpa

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