TechStage | Größer drucken ohne Aufpreis: Riesen-3D-Drucker ab 245 Euro

Eines der Kaufkriterien bei 3D-Druckern ist die Größe des Bauraums. TechStage zeigt, welche Größe sinnvoll ist und erklärt, warum größer manchmal doch besser ist.

Der Markt für 3D-Drucker entwickelt sich beständig. Neben verbesserter Technik und sinkenden Preisen ist vor allem der immer größere Bauraum spannend. Wer große Objekte drucken möchte, musste diese in der Vergangenheit in mehreren Einzelteilen drucken und anschließend zusammenkleben. Deutlich bequemer sind Drucker, die auch große Ausdrucke in einem Stück erlauben. Beispiele für solche Großraumdrucker sind die Modelle X5SA (Testbericht) , X5 SA Knowledgeable (Testbericht) , Sapphire Plus (Testbericht) oder ET5 Knowledgeable (Testbericht). Doch wann lohnt sich der Kauf eines großen Druckers?

Die kleinste Druckgröße bieten Resin-Drucker. Die Kosten für die Geräte und das Harz sind zwar stark gefallen, trotzdem liegen die Druckkosten deutlich höher als beim FDM-Verfahren. Zudem ist die Handhabung des Harzes weit aufwendiger als die Benutzung von Filament, weshalb die Geräte nur für wenige Anwendungen wirklich sinnvoll sind. Mehr dazu im Ratgeber UV-Harz oder Kunststoff-Filament: 3D-Drucker im Vergleich .

Seit einiger Zeit sind nun auch größere Resin-Drucker auf den Markt. Technisch unterscheiden sie sich nicht von den kleineren Modellen. Die Preisunterschiede zu den Traditional-Geräten sind allerdings enorm. Der Anycubic Mono X (Testbericht) mit einem Bauraum von 192 × 245 × 120 mm für etwa 500 Euro ist so ein Modell. Der Voxelab Proxima 8.9 4K (Testbericht) ist der zweite große Resin-Drucker der es in die Redaktion geschafft hat. Er hat einen Bauraum von 192 x 200 x 120 mm und kostet knapp 600 Euro.

Als kleine FDM-Drucker definieren wir Geräte, deren maximale Baugröße unter 20 × 20 × 20 cm liegt. Diese Drucker sind baubedingt kompakt und passen auch auf den Schreibtisch oder ins Regal. Häufig verzichten solche Drucker allerdings auf ein beheizbares Druckbett, used to be die Filament-Auswahl einschränkt. Wer Materialien wie ABS oder PETG verarbeiten möchte, muss deshalb genau hinsehen. Bei der Verwendung von PLA ist dies hingegen unproblematisch.

Durch die kurzen Verfahrenswege wirken nur geringe mechanische Belastungen auf die einzelnen Komponenten und so ist der Aufbau oft wenig stabil. Ein extremes Beispiel hierfür ist der klapprige Labists X1 (Testbericht) , den wir trotz des Kampfpreises von unter 80 Euro nicht empfehlen können. Selbst bei massiver aufgebauten Modellen sind die einzelnen Achsen häufig nur an einer Seite am Rahmen befestigt. Auf das Druckergebnis hat dies bei Verwendung vernünftiger Komponenten keinen Einfluss, wie wir beim Take a look at des Wanhao Duplicator i3 Mini (Testbericht) oder des Davinci Mini w+ (Testbericht) gesehen haben.

Wer lediglich kleine Modellbau-Teile, Figuren oder Ähnliches drucken will, kommt auch mit kleinem Bauraum zum Ziel. Allerdings zeigt der Blick in den Preisvergleich, dass sich dies nicht auf die Anschaffungspreise niederschlägt und die kleinen FDM-Drucker verhältnismäßig teuer sind. Der Wanhao Mini i3 mit einem Bauraum von 120 × 100 × 135 mm schlägt beispielsweise aktuell mit etwa 170 € zu Buche. Für den gleichen Preis gibt es bereits erheblich größere Drucker.

Als mittelgroße FDM-Drucker definieren wir Geräte mit einem Bauraum von 20 × 20 × 20 cm bis zu 30 × 30 × 30 cm. Dies ist die Standardgröße und so sind in dieser Kategorie auch die meisten Drucker verfügbar. Hierzu zählen beispielsweise die von u.s.a.getesteten Modelle Ender 3 (Testbericht) und unser Preis-Leistungs-Tipp Artillery Hornet (Testbericht), die zwischen 130 und 170 Euro erhältlich sind. Unseren FDM-Testsieger, den Anycubic Vyper (Testbericht), gibt es ab etwa 350 Euro. Die Außenmaße solcher Geräte sind allerdings ebenfalls deutlich größer und so sollte man im Vorfeld klären, wo man den Drucker aufstellen möchte.

Dieser T-Rex-Schädel wurde in einem durchschnittlich großen Bauraum (Anycubic Vyper) gedruckt.

Wer nicht basteln will, bekommt in dieser Größe auch fertig aufgebaute Geräte. Diese sind zwar unmittelbar einsatzbereit, aber deutlich teurer. Der Qidi X-Plus (Testbericht) mit einem Bauraum von 27 × 20 × 20 cm kostet beispielsweise 750 Euro.

Die Drucker dieser Größe sind üblicherweise stabiler aufgebaut als die kleineren Drucker. Durch die längeren Verfahrenswege sind auch die Belastungen größer und so sind die Achsen meist an jeweils zwei Punkten mit dem Rahmen verbunden. Die am weitesten verbreitete Bauform solcher Drucker sind die sogenannten Bettschubser. Hier bewegt sich das Druckbett entlang der y-Achse, während der Druckkopf für Bewegungen auf x- und z-Achse zuständig ist. Etwas stabiler, dafür teurer und größer sind die Geräte in der XY-Core-Bauweise, wie der genannte Qidi X-Plus.

Neben dem größeren Platzangebot bieten die Drucker außerdem ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Der beliebte Ender 3 oder der Artillery Hornet sind beispielsweise schon für unter 150 Euro erhältlich. Wer ausreichend Platz zur Verfügung hat, sollte sich deshalb immer für die Standardgröße, statt für einen Mini-Drucker entscheiden.

Als groß bezeichnen wir FDM-Drucker ab einem Bauraum von ab 30 × 30 × 30 cm. Diese sind, wie der getestete Anet A8 Plus (Testbericht), der A8 Plus oder der Ender 3 Max ab 245 Euro erhältlich und damit nicht viel teurer als Modelle der Standardgröße.

Noch mehr Nutzfläche (über 40 cm3) bieten Geräte wie der X5 SA Knowledgeable (Testbericht) oder Sapphire Plus (Testbericht) , die ab etwa 300 Euro erhältlich sind. Da hier deutlich mehr Kräfte auf die Komponenten wirken, nutzen solcher Großraumdrucker häufig die sogenannte XY-Core-Bauweise. Hier fährt der Druckkopf die x- und y-Achse ab, während sich Druckplattform und Heizbett ausschließlich entlang der z-Achse bewegen. Diese Bauweise ist zwar aufwendiger und braucht mehr Platz, dafür ist sie auch stabiler, used to be der wiederum der Druckqualität zugutekommt.

Vom Preis und der Ausstattung sind solche XL-Drucker sehr spannend. Allerdings sollte man sich im Vorfeld intestine überlegen, ob man tatsächlich genügend Platz dafür zur Verfügung hat. Die Außenmaße solcher Boliden erreichen gerne mal 58 × 65 × 66 cm (Tronxy X5 SA Knowledgeable), das entspricht etwa einem großen Umzugskarton.

Der Qidi X-Max ist fertig aufgebaut und überdurchschnittlich groß. Mit über 1000 Euro ist er allerdings auch teuer.

Fertig montierte Drucker mit großem Bauraum sind selten und sehr teuer. Der Qidi X-Max (Testbericht) ist mit einem Bauraum von 30 × 25 × 30 cm zwar noch kein echter XL-Drucker, er kostet aber bereits über 1000 Euro.

Den kleinsten Bauraum und die höchsten Kosten haben die sehr hochauflösenden Resin-Drucker. Selbst günstige Modelle sind spätestens in Sachen Verbrauchsmaterial deutlich teurer als FDM-Drucker und somit nur in Ausnahmefällen interessant. Wer den Drucker nicht ausschließlich für detaillierte Miniaturen nutzt, sollte zu einem Filament-Drucker greifen. Soll es ein Resin-Drucker sein, empfehlen wir etwa den günstigen Creality Halot One (Testbericht) oder den verhältnismäßig großen Anycubic Mono X (Testbericht).

Wenn ausreichend Platz zur Verfügung steht, lohnt aus unserer Sicht immer der geringe Mehrpreis zu einem großen Drucker wie dem Sapphire Plus (Testbericht) oder dem Tronxy X5 SA Knowledgeable (Testbericht). Hier lassen sich dann auch umfangreiche Projekte umsetzen, ohne dabei zum Kleber greifen zu müssen.

Zur Quelle

Von admin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.