Richtig meditieren lernen: Vergessen Sie diese 6 Missverständnisse über Meditation

Laut Puddicombe kann man zum Meditieren sehr gut auf einem Stuhl sitzen, wobei die Arme auf den Beinen ruhen und man Arme und Beine nicht überkreuzt sein sollten. Die Füße sollten direkt auf dem Boden stehen, um sich geerdet zu fühlen. Man kann auch auf einem Kissen auf dem Boden sitzen. Wenn man Meditations-Neuling ist, kann sich die Haltung am Anfang allerdings etwas unbequem anfühlen: „Der Körper muss sich zunächst an das stille Sitzen ohne Ablenkung gewöhnen.“ (Lesen Sie auch: Booster-Impfung: Das sollten Sie jetzt über die Auffrischimpfung und Antikörpertests wissen)

4. Beim Meditieren schließt man die Augen

Kann man machen – es ist aber auch in Ordnung, die Augen geöffnet zu lassen. Anfängern wird meist empfohlen, die Augen zu schließen. „So lässt man sich nicht so leicht ablenken“, sagt der Experte. Es fällt dann leichter, sich zum Beispiel auf den Atem zu konzentrieren. 

Möglich ist es aber auch, die Augen geöffnet zu lassen und auf ein äußeres Objekt zu blicken, zum Beispiel auf etwas vor dem Fenster oder auf die Flamme einer Kerze. Auch draußen kann man durchaus meditieren. „Probieren Sie, achtsame Läufe zu machen oder Spaziergänge als Übungen mit offenen Augen durchzuführen“, sagt Puddicombe. „Das sind großartige Alternativen, die die Aufmerksamkeit schulen und Körper und Geist in Einklang bringen, während man unterwegs ist.“ (Auch interessant: Beim Sport den Zahn ausgeschlagen? Jetzt kommt es auf schnelles Handeln an)

5. Der einzige Nutzen ist der Stressabbau

Es ist hinlänglich bekannt, dass Meditation dazu beitragen kann, Stress zu verringern. „Die Vorteile hören damit aber noch lange nicht auf“, sagt der Experte. „Meditation kann auch dazu beitragen, die Konzentration zu verbessern, die Widerstandsfähigkeit zu erhöhen und Aggressionen entgegenzuwirken.“ Schon acht Wochen Meditation können dabei helfen, mitfühlender zu reagieren. 

Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass Meditation sogar die Struktur des Gehirns verändern kann. So hat etwa Sara Lazar aus der Abteilung für Psychiatrie am Massachusetts Total Clinical institution in einer Studie gezeigt, dass Menschen, die meditieren, mehr graue Substanz in den Regionen des Gehirns aufweisen, die für das Arbeitsgedächtnis und für Entscheidungen zuständig sind. Auch im frontalen Kortex fand sie mehr graue Substanz. Dieser Teil des Gehirns schrumpft mit dem Alter. Deshalb deutet die Studie auch darauf hin, dass regelmäßige Meditation dazu beitragen kann, im Alter geistig fit zu bleiben. „Es gibt viele wissenschaftliche Vorteile von Meditation“, sagt der Headspace-Gründer. „Entscheidend ist aber, wie Sie sich während und nach Ihrer Meditationspraxis fühlen.“ (Auch lesenswert: Schlaftracker im Take a look at – das sagt unser Experte)

6. Es dauert Monate, bis Meditation wirkt

„Es ist ein weitverbreiteter Irrglaube, dass es Monate oder sogar Jahre dauert, bis sich die Vorteile der Meditation bemerkbar machen“, sagt Puddicombe. Effekte zeigen sich aber meist schon viel schneller: „Meditationssitzungen können nur drei Minuten am Mark dauern – und die Menschen merken schon bald, dass sie sich anders fühlen, anders mit anderen umgehen und anders auf bestimmte Situationen reagieren.“

Allerdings stimmt es schon, dass das Meditieren etwas Übung braucht. „Das ist wie bei jeder anderen Fähigkeit auch, die man neu lernt“, sagt der Experte. „Es erfordert Übung, ein gewisses Maß an Disziplin und die Bereitschaft, etwas zu tun, das das eigene Leben verändert.“ (Lesen Sie auch: Die besten Masken für Brillenträger: Nie mehr beschlagene Gläser)

Entscheidend ist, konsequent zu üben und eine Routine zu entwickeln. Puddicombe vergleicht das mit Sport: „Man kann seinen Körper nicht nur ein paar Mal im Monat im Fitnessstudio trainieren und Ergebnisse erwarten“, sagt er. „Genauso wenig kann man drei oder vier Mal im Monat meditieren und erwarten, dass sich viel ändert.“ 

Um einzusteigen, sollte man am besten so an die Meditation herangehen, wie man für ein Rennen trainieren würde: Man beginnt mit einer kurzen Strecke und steigert sich dann allmählich. „Beginnen Sie also bei der Meditation mit kurzen Übungen und steigern Sie die Dauer, wenn Sie sich beim Sitzen mit Ihrem Geist wohler fühlen“, rät der Experte. (Auch interessant: Vorsicht, Falten! Diese 6 Fehler lassen Sie laut Studien schneller altern)

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Von admin

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