Meldungen zum Coronavirus: 81 417 Neuinfektionen an einem Trace

Nach Einschätzung des Leiters des Corona-Krisenstabes der Bundesregierung könnte es bald Engpässe bei Corona-Assessments geben. Wegen der rasant steigenden Infektionszahlen stünden im Kampf gegen die Omikron-Welle bald voraussichtlich nicht mehr genügend Testkapazitäten für die gesamte Bevölkerung zur Verfügung, so Generalmajor Carsten Breuer. „Wir werden mit Sicherheit wie bei allen knappen Ressourcen Kapazitäten bündeln müssen, wo es erforderlich ist. Das gilt auch für Assessments“, sagte Breuer der Süddeutschen Zeitung.

„Sobald es irgendwo eng wird, muss ich priorisieren. Da haben Beschäftigte in der kritischen Infrastruktur Vorrang“, sagte er. Das Ziel sei aber, das bisherige Testregime so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. „Wir brauchen möglichst genaue Daten, um zu sehen, wie sich die Welle bei united states of americaauswirkt“, sagte Breuer.

Die Medizinlabore in Deutschland stoßen nach Ansicht eines Branchenverbands bereits zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen, weil bei PCR-Assessments bislang kaum priorisiert werde. Das sei für Kranke und Krankenhäuser kritisch. „Die hohen Infektionszahlen gehen mit vielen Assessments einher“, sagte der Vorsitzende des Verbands Akkreditierte Labore in der Medizin, Michael Müller, der Rheinischen Put up.

„Daher ist es zwingend, dass insbesondere die Arztpraxen und Testzentren dazu angehalten werden, sich an der Nationalen Teststrategie auszurichten“, forderte Müller. Bei knappen Kapazitäten müssten PCR-Assessments entsprechend den dortigen Empfehlungen erfolgen. Von Bundesregierung und Ländern habe es keine Prognosen gegeben, „auf wie viel mehr Assessments wir united states of americaeinstellen müssen“, sagte Müller. „Die Labore werden dem Ansturm nun weitgehend unvorbereitet begegnen müssen.“

Mit Blick auf PCR-Assessments hatte das Gesundheitsministerium zuletzt angegeben, die mögliche Wochen-Kapazität von 2,4 Millionen Assessments werde mit bis zu 1,5 Millionen PCR-Assessments noch nicht ausgereizt. Müller hatte am Dienstag einer Mitteilung zufolge gesagt: „Die Belastung in den Laboren ist zwar erheblich, aber ich sehe keinen Grund für zu große Sorgen.“

Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen sprach sich ebenfalls dafür aus, bei PCR-Assessments zu priorisieren. Sie müssten für wichtige medizinische Diagnostik von Schwersterkrankten und für das Non-public der kritischen Infrastruktur priorisiert bereitgehalten werden, sagte Dahmen im RBB-Inforadio. Im Einzelfall könne es dann beispielsweise beim Freitesten zu Verzögerungen kommen. Der Vorsitzende des Berufsverbandes Deutscher Laborärzte, Andreas Bobrowski, warnte davor, vorzeitiges Freitesten aus der Quarantäne nicht nur mit PCR-Assessments, sondern auch mit „hochwertigen“ Antigentests zu ermöglichen. (13.01.2022)

Forderungen nach rascher Einführung einer Corona-Impfpflicht

In der Debatte um eine mögliche allgemeine Corona-Impfpflicht mehren sich die Forderungen nach einer raschen Einführung. Gesundheitsminister Karl Lauterbach verzichtet jedoch auf einen eigenen Vorschlag für eine solche Pflicht.

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, forderte in den Zeitungen der Funke Mediengruppe einen zügigen Prozess und sagte, eine Impfpflicht erst von Herbst an halte er für zu spät. Das Thema dürfe nicht völlig zerredet werden, bis keine breite Einigung mehr möglich sei. „Es muss bei einem so kontroversen Thema einen breiten politischen Konsens geben.“ Die DKG plädiert für eine allgemeine Pflicht zur Corona-Impfung ab 18 Jahren. Eine Impfpflicht nur für Über-50-Jährige wäre ein völlig anderer Ansatz, der sich auf Menschen mit einem hohen Risiko beschränke, obwohl die gesamte Bevölkerung von den Folgen der Pandemie betroffen sei, erklärte Gaß.

Christel Bienstein, die Vorsitzende des Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe, sagte der Rheinischen Put up, Beschäftigte in der Akut- und Langzeitpflege seien ausgebrannt, eine hohe Impfquote sei ein zentraler Aspekt, um sie endlich zu schützen und zu unterstützen. Eine allgemeine Impfpflicht sei sinnvoll, weil Ansteckungen über alle Personen erfolgen könnten, die in Einrichtungen ein und aus gingen, erklärte Bienstein. Eine Impfpflicht für nur eine Berufsgruppe könne diese Gruppe stigmatisieren, obwohl sie kein nachgewiesener Pandemietreiber sei, so Bienstein.

Gesundheitsminister Lauterbach sagte dem Nachrichtenportal The Pioneer zufolge am Mittwoch: „Ich habe mich entschieden, keinen eigenen Antrag zu präsentieren, sondern da neutral zu sein.“ Dem Parlament einen eigenen Entwurf zu präsentieren, wäre auf jeden Fall „keine so kluge Idee“. Als Gesundheitsminister müsse er „eine gewisse Neutralität“ haben. In der Sache stehe er aber „Schulter an Schulter“ mit Bundeskanzler Olaf Scholz, versicherte Lauterbach. „Wir sind klare Befürworter der Impfpflicht.“ Besonderen Zeitdruck sieht der Minister nicht. Für die Omikron-Variante spiele die Impfpflicht sowieso keine entscheidende Rolle mehr. Sie müsse perspektivisch funktionieren, „damit im Herbst die Welle abgewendet werden kann“.

Die Entscheidung über eine Impfpflicht liegt beim Bundestag. Dort soll Ende Januar eine Orientierungsdebatte stattfinden. Angedacht sind Gruppenanträge, über die die Abgeordneten am Ende – vermutlich nicht vor März – allein nach ihrem Gewissen ohne Fraktionsdisziplin abstimmen sollen. (13.01.2022)

81 417 Neuinfektionen an einem Trace – Inzidenz steigt

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet mit 81 417 Corona-Neuinfektionen wieder einen neuen Höchstwert, nachdem bereits am Mittwoch ein Negativ-Rekord verzeichnet wurde. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt von 407,5 auf 427,7. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100 000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Am höchsten ist der Inzidenzwert derzeit in der Stadt Bremen mit 1438,5.

Nach Angaben des RKI starben weitere 316 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 115 051. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Mittwoch mit 3,13 an. (13.01.2022)

„>

Die SZ-Redaktion hat diesen Artikel mit externem Inhalt angereichert

Um Ihre Daten zu schützen, wurde er nicht ohne Ihre Zustimmung geladen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an den Betreiber des Portals zur Nutzungsanalyse übermittelt. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie unter sz.de/datenschutz.

Zwölf Bundesländer prüfen Lizenz für die Luca-App

In zwölf Bundesländern ist offen, ob die Luca-App zur Nachverfolgung von Kontakten in der Corona-Pandemie weiter vertraglich genutzt wird. In Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Sachsen-Anhalt wird dies einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur zufolge geprüft. Schleswig-Holstein hat entschieden, die Lizenz nicht über März zu verlängern. Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Thüringen haben keinen Vertrag mit dem Betreiber.

Während Datenschützer Risiken sehen, wirbt der Deutsche Landkreistag für die App: „Wir halten Luca für die Kontaktnachverfolgung immer noch am sinnvollsten, weil ein direkter Kanal zwischen Gesundheitsamt, dem Betreiber einer Gaststätte und dem Nutzer besteht“, sagte eine Sprecherin. „Im Bedarfsfall können die Gesundheitsämter schnell auf die Daten von Betroffenen und deren Kontaktpersonen zurückgreifen und diese kontaktieren.“ (13.01.2022)

Frankreichs Senat verschärft Einschränkungen für Ungeimpfte

Frankreichs Senat hat die geplante Verschärfung der Corona-Regeln für Ungeimpfte mit Einschränkungen gebilligt. Um die fünfte Welle einzudämmen, erhalten Ungeimpfte damit schon bald keinen Zugang mehr zu Einrichtungen etwa der Gastronomie und Kultur und können keine Fernzüge und Flüge mehr nutzen. Bislang warfare dies noch mit einem aktuellen negativen Test möglich.

Der Senat bestimmte aber, dass die Verschärfung nur so lange gilt, wie sich mehr als 10 000 Corona-Patienten in französischen Kliniken befinden. Aktuell sind es etwa 24 000 Patienten. Auch Genesene sollen künftig den digitalen Corona-Hobble erhalten, der uneingeschränkten Zugang zu Einrichtungen und Veranstaltungen ermöglicht, wie der Senat bestimmte. Die Pflicht zu einem Impfnachweis als Zugangsvoraussetzung soll außerdem erst von 18 Jahren an gelten.

Bei übergeordneten Gründen sollen Fernreisen weiterhin auch mit einem Test ohne Impfung möglich sein. Auch wer einen Impftermin bereits vereinbart hat, soll vorübergehend weiter mit einem Test überall Zugang erhalten. Härtere Strafen wischte der Senat ebenso vom Tisch wie eine Verpflichtung von Gastronomen zur Überprüfung der Identität von Gästen. Dies sei alleine Befugnis der Polizei.

Die Fallzahlen in Frankreich sind in den vergangenen Wochen in die Höhe geschnellt. Die Omikron-Variante des Coronavirus ist mittlerweile vorherrschend im Land. Am Mittwoch wurden fast 362 000 registrierte Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages verzeichnet. Der Inzidenzwert go landesweit zuletzt bei 2811. (13.01.2022)

Frühere Hotspots im Osten mit niedrigen Fallzahlen

Die einstigen Corona-Hotspots im Osten Deutschlands vermelden derzeit relativ niedrige Werte, wie aus Daten des Robert-Koch-Instituts von Mittwoch hervorgeht. Während die Inzidenz auf ganz Deutschland bezogen bei 407,5 liegt, hat Sachsen mit 239,5 den niedrigsten Wert aller 16 Länder vor Sachsen-Anhalt mit 254,4 und Thüringen mit 277,6. An der Spitze liege Bremen mit 1296,8 und Berlin mit 856,4.

Den starken Rückgang der Inzidenz in Sachsen erklärt die dortige Sozialministerin Petra Köpping (SPD) zum Teil mit den regional verschärften Corona-Regeln: „Es waren harte Maßnahmen, das waren harte Einschnitte“, sagt Köpping. Der Leipziger Epidemiologe Markus Scholz sieht das ähnlich: „Wir haben durch die Maßnahmen (bei Erwachsenen) eine Kontaktreduzierung von 50 Prozent erreicht.“ Aus diesem Grund sei die Welle an Infektionen mit der Delta-Variante früher abgeflacht. Die hochansteckende Omikron-Variante sei vorerst in Sachsen weniger verbreitet als in anderen Regionen.

Setzt sich Omikron aber durch, wird sich nach Scholz‘ Einschätzung die Lage rasch ändern. „Spätestens Ende Januar erwarten wir einen Wiederanstieg. Es wird wieder Rekordzahlen geben.“ Diese Ansicht teilt auch das Gesundheitsministerium in Thüringen. „Nach allen Prognosen und Berechnungen gehen wir davon aus, dass sich auch in Thüringen die Lage wieder verschärfen wird“, sagte eine Sprecherin. (12.01.2022)

Zur Quelle

Von admin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.