Land ist in hartem Lockdown: Niederländischer Impfgegner stirbt an Covid-19

Mittwoch, 29. Dezember 2021


Land ist in hartem Lockdown

Niederländischer Impfgegner stirbt an Covid-19

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In den Niederlanden ist das öffentliche Leben aufgrund des Lockdowns nahezu zum Erliegen gekommen.

(Foto: record alliance/dpa/XinHua)

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Die Niederlande befinden sich nach Rekordneuinfektionen im November in einem harten Lockdown. Robin Fransman kämpft intensiv gegen Corona-Maßnahmen und die Impfkampagne in seinem Land. Dann erkrankt er selbst an Covid-19. Und stirbt.

Einer der prominentesten Impfgegner der Niederlande ist an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Der Politik- und Wirtschaftswissenschaftler Robin Fransman erlag der Krankheit am Dienstag in einer Klinik, meldeten der öffentlich-rechtliche Sender NOS sowie mehrere weitere Medien übereinstimmend.

Den Berichten zufolge battle der 53-Jährige aus Überzeugung nicht geimpft und äußerte sich in sozialen Medien kritisch über den Corona-Impfstoff. Er hatte seine Infektion am 3. Dezember auf Twitter so bekannt gegeben: „Corona positiv. Es wurde auch mal Zeit.“

Fransman, der beruflich im Finanzsektor tätig battle, hatte die Initiative „Herstel-NL“ (etwa: „Erholung-Niederlande“) gegründet. Deren Mitglieder wenden sich gegen harte Corona-Schutzmaßnahmen. Anfang des Jahres hatten sie einen Opinion präsentiert, wie ihrer Meinung nach das gesellschaftliche Leben in den Niederlanden trotz Corona wieder weitgehend ungehindert möglich sein könnte. Unter anderem sollte es demnach für besonders gefährdete Personen „sichere Zonen“ mit strengen Regeln geben, während außerhalb dieser Zonen „alles wieder möglich“ sein sollte. Gesundheitsminister Hugo de Jonge hatte die Vorstellungen von „Herstel-NL“ als „lebensgefährlich“ zurückgewiesen.

Omikron herrscht in Niederlanden vor

Aufgrund der durch die Regierung erlassenen Corona-Maßnahmen sank die Zahl der Neuinfektionen von ihren Höchstständen Ende November zuletzt deutlich. Im aktuellen Sieben-Tage-Schnitt werden täglich 12.351 Neuinfektionen gemeldet. Ganz aktuell verzeichnen die Behörden jedoch wieder einen sprunghaften Anstieg und melden 15.708 Neuinfektionen. Es ist davon auszugehen, dass zum einen Meldeverzögerungen über die Weihnachtsfeiertage zustande kamen, zum anderen greift in den Niederlanden auch die Omikron-Variante verstärkt um sich. Sie macht wohl bereits mehr als die Hälfte der Neuinfektionen aus.

Diesen Umstand nahm auch der niederländische Gesundheitsminister de Jonge zum Anlass für einen Appell: „Ich rufe Sie dringend auf: Bleiben Sie zu Hause.“ Aufgrund der Corona-Maßnahmen in den Niederlanden waren Teile der Bevölkerung zuletzt verstärkt auf Deutschland oder Belgien ausgewichen und dort einkaufen gegangen. „Wenn es in den Niederlanden unvernünftig ist, durch die Einkaufsstraßen zu gehen, dann ist es das auch in Antwerpen oder Aachen“, sagte De Jonge. Der Lockdown in den Niederlanden gilt noch bis mindestens 14. Januar. Geschäfte, Gaststätten, Schulen, Kultur- und Sporteinrichtungen sind geschlossen. Ausnahmen gelten für Supermärkte oder Apotheken.

Quelle: ntv.de, als/dpa

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