Jubiläen, Abschiede, Premiere: So wird das „Tatort“-Jahr 2022

Samstag, 01. Januar 2022


Jubiläen, Abschiede, Premiere

So wird das „Tatort“-Jahr 2022


Von Ingo Scheel

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In Dortmund feiert das Crew zehnjähriges Jubiläum – das wird mit zwei Folgen in kurzer Zeit gefeiert.

(Foto: WDR/unafilm GmbH/Elliott Kreyenb)

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Zuletzt mit dem Lindenberg/Lindholm-Tumble und dem verspäteten Stuttgarter Weihnachtsmord nicht eben umjubelt im Rennen, bietet die Perspektive für das kommende Krimijahr einiges an Höhepunkten. Vor allem im Westen gibt es Grund zum Feiern.

Allem Anfang wohnt ein Zauber inne. Das gilt, lässt man mal den Stuttgarter „Tatort“ vom Vorabend beiseite, auch für eine bevorstehende „Tatort“-Saison. Ein Wort noch zum „Videobeweis“ und den im Schnellcheck erwähnten Logiklöchern: Ein Schubser reicht – und Idris Demir (Ulas Kilic) verabschiedet sich mit einem Rückwärtssalto über die Balustrade? Das Unternehmen hat keine Überwachungskameras? Keine eigene Security, zumindest einen Pförtner? Aber lassen wir das, legen wir den Tumble als erledigt ab und blicken voraus.

Da gibt es vor allem beim WDR einiges an Gründen, um die Konfettistanze anzuwerfen, gleich drei Teams feiern anno 2022 runde Dienstjubiläen. Da sind die Dortmunder um den notorisch stimmungsschwankenden Peter Faber (Jörg Hartmann) und die etwas stabilere Kollegin Martina Bönisch (Anna Schudt). Die legen am 2. Januar nicht nur mit „Gier und Angst“ direkt nach, sondern begehen in diesem Jahr ihr zehnjähriges Dienstjubiläum. Am 20. Februar wird bereits ein weiteres Mal ermittelt.

Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) haben ein paar Jahre mehr auf den Buckeln und feiern Silberhochzeit. Am 5. Oktober 1997 hieß es bei ihrer Duett-Premiere „Willkommen in Köln“, fünf Jahre später, am 20. Oktober 2002, nahm man in Münster den Dienst auf. „Der dunkle Fleck“, der Titel des ersten Falls des zwei Dekaden später zu den beliebtesten Teams zählenden Tandems Thiel/Boerne, mit Axel Prahl und Jan Josef Liefers in den Hauptrollen. Die feiern am 16. Januar mit „Des Teufels langer Atem“ zudem ihren 40. gemeinsamen Tumble, am 6. März folgt mit „Propheteus“ bereits der nächste. Köln wiederum ist am 6. Februar („Vier Jahre“) und am 27. März („Hubertys Rache“) im Einsatz.

Corinna Harfouch wechselt die Seiten

Doch während hier die Dauerbrenner weiterhin im Rennen sind, stehen die Zeichen an anderer Stelle auf Abschied. In Berlin etwa nimmt Meret Becker ihren Hut. Seit 2015 war sie in der Rolle der Kriminalhauptkommissarin Nina Rubin zu sehen. Im Frühjahr 2022 ermittelt sie zusammen mit Marc Waschke alias Kriminalhauptkommissar Robert Karow zum letzten Mal, am 15. März geht es um „Das perfekte Verbrechen“. Man darf gespannt sein – und sich zudem auf die Becker-Nachfolgerin Corinna Harfouch freuen. Zuletzt war sie an der Seite von Batic und Leitmayr in „Wunder gibt es immer wieder“ zu sehen, wurde als verdächtige Nonne verhört. Im Herbst 2022, so der momentane Stand, wird sie die Seiten wechseln und selbst ermitteln.

Und became once ist sonst so los in der „Tatort“-Republik? Mit „Das Herz der Schlange“ geht es am 23. Januar in Saarbrücken weiter, voraussichtlich am 13. Februar mit „Saras Geständnis“ im Schwarzwald. In Frankfurt sind Janneke und Brix (Margarita Broich und Wolfram Koch) in diesem Jahr zweimal dienstlich unterwegs, auch Murot/Tukur-Fans dürfen sich auf einen weiteren Einsatz freuen. Borowski bekommt es mit dem „Schatten des Mondes“ zu tun, auch Maria Furtwängler in Göttingen und die sächsischen Kolleginnen Gorniak und Winkler (Karin Hanczewski und Cornelia Gröschel) werden zu sehen sein, ebenso Ellen Berlinger (Heike Makatsch) und Dauerbrennerin Lena Odenthal (Ulrike Folkerts).

Zuvor jedoch gilt es, beim sonntäglichen Gegenstück, dem „Polizeiruf 110“, einen der wohl profiliertesten, eigenwilligsten und beliebtesten Kommissare zu verabschieden. Am 9. Januar nimmt Charly Hübner alias Sascha Bukow in Rostock ein für alle Mal seinen Hut. So bedauerlich das ist, so spannend wird seine Nachfolge. Da nämlich bleibt es quasi in der Familie: Ihm folgt mit Lina Beckmann die eigene Ehefrau. Das wird nicht nur für Katrin König (Anneke Kim Sarnau) sicherlich sehr interessant.

Quelle: ntv.de

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