In anderen Ländern gibt es sie: FDP-Politiker regt Impfpflicht ab 50 an

Samstag, 08. Januar 2022


In anderen Ländern gibt es sie

FDP-Politiker regt Impfpflicht ab 50 an

232588859.jpg

Ältere Menschen tragen proportional mehr zu den Krankheitszahlen bei- und auf diese schaut Ullmann.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

FB
TW

mail

In Italien tritt heute die Impfpflicht für über 50-Jährige in Kraft. Eben eine solche Impfpflicht schlägt auch der FDP-Gesundheitspolitiker und Infektiologie-Professor Ullmann für Deutschland vor. In seiner eigenen Partei hat er Gegenwind von Kubicki.

In der Debatte über eine mögliche allgemeine Impfpflicht gegen Corona kann sich der FDP-Gesundheitspolitiker Andrew Ullmann eine altersabhängige Regelung vorstellen. „Der Maßstab für unser Handeln müssen nicht die Infektionszahlen, sondern die Krankheitszahlen sein“, sagte Ullmann der „Augsburger Allgemeinen“. „Wenn diese sich trotz aller anderen Maßnahmen erhöhen, könnte eine selektive, altersbezogene Impfpflicht greifen. Zum Beispiel für Menschen ab 50 Jahren – das ist aber bislang nur eine Überlegung.“

Der Professor für Infektiologie an der Uni Würzburg arbeite federführend mit anderen Liberalen an einem entsprechenden Gruppenantrag, berichtet das Blatt. FDP-Fraktionsvize Wolfgang Kubicki führe einen Gruppenantrag an, der sich dagegen ausspreche. Ullmann repräsentiert additionally nur den Wunsch eines Teils der FDP.

Eine Impfpflicht ab 50 Jahren hatte bereits der CSU-Gesundheitspolitiker Stephan Pilsinger vorgeschlagen. In Italien ist heute die Corona-Impfpflicht für Menschen im Alter von mehr als 50 Jahren in Kraft getreten, in Griechenland wurde eine Impfpflicht für Menschen über 60 beschlossen.

Scholz ist für eine allgemeine Impfpflicht

Über eine allgemeine Corona-Impfpflicht in Deutschland soll der Bundestag voraussichtlich in diesem Jahr in freier Abstimmung ohne die sonst übliche Fraktionsdisziplin entscheiden. Es soll keinen Gesetzentwurf der Ampel-Regierung geben – stattdessen ist angedacht, das Thema mittels sogenannter Gruppenanträge von Abgeordneten im Parlament zu behandeln. Bundeskanzler Olaf Scholz und die Ministerpräsidenten der Bundesregierung hatten am Freitag in ihrer Schalte bekräftigt, dass sie eine allgemeine Impfpflicht für nötig halten.

Eine schnelle Entscheidung wird es aber voraussichtlich nicht geben. Im Gespräch ist zunächst eine „Orientierungsdebatte“ im Januar. Die SPD strebt den Abschluss eines Gesetzgebungsprozesses „im ersten Quartal“ an, additionally bis Ende März. Gesundheitsminister Karl Lauterbach arbeitet nach eigenen Angaben „als Abgeordneter“ an einem Vorschlag für eine allgemeine Impfpflicht für Über-18-Jährige. Widerstand gibt es etwa innerhalb der FDP, Abgeordnete um den Bundestagsvizepräsidenten Wolfgang Kubicki hatten einen Antrag gegen eine allgemeine Impfpflicht vorgelegt.

Quelle: ntv.de, mpe/dpa

THEMEN

Zur Quelle

Von admin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.