Honda Utilizing Help 2.0: Ein Motorrad, das nicht umfallen kann?

Dienstag, 11. Januar 2022


Honda Utilizing Help 2.0

Ein Motorrad, das nicht umfallen kann?

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Der Honda Utilizing Assits 2.0 verhindert, dass das Motorrad im Stand und bei langsamer Fahrt ins Kippen gerät.

(Foto: Screenshot)

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Seit vielen Jahren versucht Honda Wege zu finden, ein Motorrad so in die Steadiness zu bringen, dass es weder beim Langsamfahren noch im Stand umkippen kann. Jetzt haben die Japaner eine neue Technik vorgestellt, die das Hinterrad so bewegt, dass das Motorrad in senkrechter Subject bleibt.

Bereits im Jahr 2017 hat Honda auf der Tokio Motor Notify ein Motorrad mit einem Stabilisierungssystem vorgestellt, das ein seitliches Umfallen im Stand und bei Langsamfahrten verhindern sollte. Ende des Jahres 2021 präsentierten die Japaner nun die Version 2.0 des sogenannten Utilizing Help.

Wie der Anti-Umfall-Assistent funktioniert, ist momentan nur einem Video zu entnehmen, das der Hersteller zur Verfügung stellt. Dennoch sind die Bilder vor allem für Leute, die schon mal versucht haben, ein 200 Kilogramm schweres Motorrad beim Kippen zu halten, nicht unspektakulär. Vor allem, wenn man sich dazu im Vergleich die Version 1.0 anschaut.

Während nämlich bei der 2017er-Version auf Foundation einer Honda NC750 E-Motoren Einfluss auf Lenk- und Lenkkopf-Winkel vom Vorderrad nahmen und eine unsichtbar verbaute gyroskopische Steuerung für Stabilität sorgte, setzt der neue Prototyp auf Foundation einer Honda MN4 Vultus auf eine komplexe Hinterradführung.

Hier sorgen zwei parallel zueinander angeordnete Aktuatoren für einen seitlichen Ausgleich. In ihrer Komplexität ermöglicht die Konstruktion am Hinterrad, dass sich dieses aus der Mittelachse leicht geneigt zu beiden Seiten herausschwenken lässt. Wie groß die Verschiebung ist, kann an dieser Stell nicht gesagt werden. Aber die Verlagerung der Mittelachse gleicht den Kippwinkel des Motorrades so aus, dass es nicht umkippen kann.

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Durch die Neigung des Hinterrades und die damit verbundene Verschiebung der Achsen wird verhindert, dass das Motorrad kippt.

(Foto: Screenshot)

Der Clou ist, dass die Technik mit oder ohne Fahrer arbeitet und sowohl im Stand als auch bei langsamer Vorwärts- und Rückwärtsfahrt funktioniert. Fakt ist aber auch, dass das Draw nur im Stand und bei Langsamfahrten eingesetzt werden kann. Denn zum Motorradfahren gehört aus rein physikalischen Gründen natürlich auch die Schräglage. Wenn hier eingegriffen wird, hätte das fatale Folgen. Insofern wäre im Serienbetrieb ein manuelles oder automatisches Umschalten vonnöten.

Doch so spektakulär der Utilizing Help 2.0 am Ende ist, die Möglichkeiten, dass er in Kürze Einzug in Motorräder hält, ist eher unwahrscheinlich. Da die Antriebseinheit für die Aktuatoren am Schwingenarm angebracht ist, scheint die Kraftübertragung auf das Hinterrad über Kette, Zahnriemen oder Kardan kaum noch möglich. Eher vorstellbar ist die Technik da schon in kommenden Elektromotorrädern.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x

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