„Für Omikron besonders geeignet“: Lauterbach kündigt Liste mit Schnelltests an

Sonntag, 09. Januar 2022


„Für Omikron besonders geeignet“

Lauterbach kündigt Liste mit Schnelltests an

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Die Erstellung der Liste wird laut Lauterbach einige Zeit in Anspruch nehmen.

(Foto: describe alliance/dpa)

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Welche Corona-Schnelltests schlagen auch gut bei der neuen Omikron-Variante an? Um diese Frage zu beantworten, lässt Gesundheitsminister Lauterbach eine Liste mit besonders effektiven Produkten erstellen. Damit sollen Nutzer eine bessere Orientierung bei der Test-Auswahl erhalten.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat eine Positivliste für Corona-Schnelltests angekündigt, welche die neue Omikron-Variante gut erkennen. „Ich habe am Nachmittag das Paul-Ehrlich-Institut veranlasst, eine Positivliste vorzubereiten mit Assessments, die für Omikron besonders geeignet sind beziehungsweise Omikron früh erkennen“, sagte der SPD-Politiker dem ARD-Hauptstadtstudio. Das werde allerdings einige Zeit in Anspruch nehmen. Damit solle eine bessere Orientierung bei der Test-Auswahl ermöglicht werden.

In der ARD sagte Lauterbach am Abend: „Wir wissen nicht genau, wie gut diese Assessments für Omikron wirken.“ Das habe man bisher aber auch noch nicht prüfen können, weil man keine Referenzwerte gehabt habe. „Also wir wussten nicht genau: Wie viel Viruslast muss da sein, damit jemand mit Omikron infiziert überhaupt für andere ansteckend ist? Diese Daten bekommen wir gerade jetzt.“ Es gebe eine gewisse Wahrscheinlichkeit, „die ist sehr hoch“, dass vorhandene Assessments Omikron auch nachweisen. „Das wissen wir aus der Literatur, aus den Studien.“ Er wolle aber genau wissen, wie hoch die Genauigkeit sei.

Eine erste Einschätzung hatte das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) bereits abgegeben – demnach sind die meisten der in Deutschland angebotenen Corona-Schnelltests auch zum Nachweis der neuen Omikron-Variante geeignet. Davon sei „auf der Grundlage der aktuellen Datenlage auszugehen“, schreibt das PEI auf seiner Internetseite.

Bis Mitte Dezember hätten insgesamt 245 verschiedene sogenannte Antigentests ein allgemeines Prüfverfahren durch ein PEI-Labor durchlaufen, 199 hätten die Untersuchung bestanden. Von diesen 199 könnten wiederum die allermeisten eine Omikron-Infektion nachweisen. Der Grund: Die große Mehrheit der in Deutschland angebotenen Assessments schlage auf ein Protein des Virus an, das von den Omikron-Mutationen vergleichsweise wenig betroffen sei.

Das PEI schränkt aber ein: „Für eine endgültige, qualitative und quantitative Aussage sind allerdings weitere Untersuchungen, insbesondere Vergleichsstudien mit Proben von Omikron-infizierten Personen erforderlich.“ Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte zuvor mitgeteilt, dass vorläufige Daten einer Studie mit Lebendviren von Patienten darauf hindeuteten, „dass Antigentests die Omikron-Variante erkennen, aber möglicherweise eine verringerte Sensitivität aufweisen“.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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