Fallzahlen steigen schlagartig: Schleswig-Holstein verschärft Corona-Regeln

Sonntag, 02. Januar 2022


Fallzahlen steigen schlagartig

Schleswig-Holstein verschärft Corona-Regeln

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Ein Café in Schleswig-Holstein macht Neujahrspause.

(Foto: image alliance/dpa)

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Lange Zeit weist Schleswig-Holstein die deutschlandweit niedrigsten Corona-Zahlen auf. Nach Weihnachten steigt die Zahl der Neuinfektionen sprungartig an. Für die Bewohner des nördlichsten Bundeslandes bedeutet dies ab Dienstag neue Einschränkungen.

Schleswig-Holstein verschärft angesichts der sich ausbreitenden Omikron-Variante die Schutzregeln. Bei Veranstaltungen wird ab Dienstag die Teilnehmerzahl auf maximal 50 in Innenbereichen beziehungsweise 100 im Freien begrenzt; bisher galt bei halber Kapazität maximal 1000. Außerdem gilt die Kontaktbeschränkung von maximal zehn Personen für Geimpfte oder Genesene nicht mehr nur in der Wohnung, sondern auch im öffentlichen Raum.

Vereinbart wurde ferner, dass Tanzveranstaltungen grundsätzlich den Behörden angezeigt werden müssen. Zur Einhaltung der 2G-plus-Regel in Diskotheken und Bars gilt künftig nur noch ein PCR-Test, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Darauf haben sich Ministerpräsident Daniel Günther, seine Stellvertreter, Finanzministerin Monika Heinold und Gesundheitsminister Heiner Garg sowie die Vorsitzenden der Koalitionsfraktionen verständigt.

In einem Declare appellierte der Landeschef an die neue Ampel-Koalition in Berlin, die alte Rechtsbasis der Corona-Verordnungen wieder einzuführen. „Ich fordere den Bund auf, die epidemische Lage von nationaler Tragweite festzustellen“, sagte Günther. Ziel müsse es sein, „alle notwendigen Instrumente im Kampf gegen die Pandemie zur Verfügung zu haben“. Anderenfalls will der schleswig-holsteinische Regierungschef den Landtag bitten, die epidemische Lage für das Land festzustellen.

Die Länder beraten am 7. Januar mit Bundeskanzler Olaf Scholz über das weitere Vorgehen. Günther sagte, die noch ansteckendere Omikron-Variante sei in Schleswig-Holstein inzwischen die vorherrschende. Die Sieben-Tage-Inzidenz poke dort nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bei 233,9 – nach 147,7 in der Vorwoche. Damit rangiert Schleswig-Holstein, das bis vor kurzem die bundesweit niedrigsten Zahlen hatte, inzwischen über dem Bundesschnitt von 222,7.

Quelle: ntv.de, chr/dpa

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