Experten raten: Mit diesen einfachen Übungen halten Sie Ihre Füße fit

Falsches Schuhwerk, langes Stehen oder eine schlecht trainierte Muskulatur: Viele Menschen leiden abends unter schmerzenden Füßen. “Die häufigsten Ursachen für Fußschmerzen sind Überbelastungen und Verletzungen”, sagt Dr. Mellany Galla. Sie ist Spezialistin für Fuß- und Sprunggelenkschirurgie in Hannover und Dozentin und ehemalige Präsidentin der Gesellschaft für Fuß- und Sprunggelenkschirurgie. Sie hat gemeinsam mit Arndt Fengler, Physiotherapeut und Lehrer für kinesiologisches Coaching und Faszientherapie, das Buch “Die einfachsten Fuß-Übungen aller Zeiten” geschrieben.

Dass die Füße manchmal schmerzen, ist eigentlich kein Wunder: “Sie tragen ein Vielfaches unseres Körpergewichts bei sportlichen Belastungen – und das für rund 200 Millionen Schritte im Leben”, sagt die Expertin. “Unsere Füße sind ein fein abgestimmtes, komplexes Gebilde und damit leider auch anfällig für Störungen.” Neben Fehlstellungen, muskulären Defiziten oder ungünstigen Schuhen können auch Knochenbrüche und Verletzungen an Sehnen ihre Spuren an den Füßen hinterlassen – und selbst nach langer Zeit bei Belastung noch zu Schmerzen führen.

Mit Fußproblemen besser zunächst zum Arzt gehen

Wer Fußprobleme hat, sollte diese erst einmal ärztlich abklären lassen. “Das deutlichste Signal für ein Fußproblem sind natürlich Schmerzen, die entweder bei Bewegung oder sogar in Ruhe auftreten”, sagt Galla. Weitere, von außen sichtbare Veränderungen sind Rötungen, Schwellungen, Verformungen oder Einschränkungen in der Beweglichkeit.

Ist der Fuß akut geschwollen, dann hilft es, ihn zu kühlen und ihn hochzulegen. “Allerdings sollte man diese Warnsignale des Fußes durchaus ernst nehmen, denn der Fuß reagiert ja nicht ohne Grund”, sagt die Expertin. Auch Hornhaut, die sich an ungewöhnlichen Stellen bildet, kann ein Hinweis auf Fußprobleme sein. (Lesen Sie auch: Hornhaut entfernen: Die besten Tipps und Tools für perfekt gepflegte Füße)

Je nach Ursache der Beschwerden können Einlagen sinnvoll sein

Manche Menschen setzen bei Fußproblemen auf Einlagen. Je nach Ursache der Beschwerden kann das sinnvoll sein. “Ich teile nicht die pauschale These, dass Einlagen das Dispute verfestigen und der Fuß dabei quasi verkümmert”, sagt die Expertin. Im Hinterkopf haben sollte man, dass es verschiedene Arten von Einlagen gibt, etwa entlastende, korrigierende und stützende. “Darüber hinaus werden in die Einlagen je nach Krankheitsbild verschiedene Elemente eingearbeitet wie Fersenschalen, Pelotten, Keile oder Leisten”, sagt die Orthopädin. Sogenannte sensomotorische Einlagen aktivieren sogar die Fußmuskulatur.

“Es kommt auf das Dispute und das Ziel der Versorgung an”, sagt Galla. Sie warnt vor Einlagen, die man ohne fachkundigen Rat vorgefertigt kauft: Einlagen sollten stattdessen individuell an den Fuß angepasst sein. “Mit einer falschen Einlage kann man ein Dispute durchaus verstärken oder gar erst erzeugen.” (Außerdem interessant: Schuheinlagen: Gesunde Füße mit nur wenigen Klicks durch GetSteps)

Einfache Übungen beugen bei vielen Fußproblemen vor

Mit einfachen Übungen kann man darüber hinaus Fußprobleme vorbeugen oder sogar bereits vorhandene Fußprobleme in den Griff bekommen. Um gesund zu trainieren, sollte man zunächst einmal ein Gefühl für stehen und den Körper entwickeln. “Ein guter Bodenkontakt hilft bei einer sauberen Ausführung der Übungen”, sagt Physiotherapeut Fengler. “Im sogenannten Idealkontakt sind Ferse, Großzehballen und Kleinzehballen im Kontakt zum Boden.” Man sollte außerdem immer beide Füße trainieren, auch wenn nur ein Fuß spürbare Beschwerden verursacht.

Zur Quelle

Von admin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.