„Entscheidung respektieren“: Becker verteidigt Ex-Schützling Djokovic

Sonntag, 09. Januar 2022


„Entscheidung respektieren“

Becker verteidigt Ex-Schützling Djokovic

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Becker trainierte Djokovic von 2013 bis 2016.

(Foto: image alliance/dpa)

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Beim Thema Corona-Impfung scheinen Boris Becker und Novak Djokovic nicht einer Meinung zu sein. Trotzdem verteidigt das deutsche Tennis-Idol den serbischen Ausnahmesportler vor Kritik. Es tue ihm „in der Seele weh“, wie mit dem Tennis-Star umgegangen werde, sagt Becker.

Tennis-Idol Boris Becker hat seinen früheren Schützling Novak Djokovic angesichts der anhaltenden Kritik in Schutz genommen. Dass der Weltranglistenerste nicht geimpft sei, findet Becker nicht intestine, gleichzeitig betont der 54-Jährige aber gegenüber der „Bild“-Zeitung: „Man muss seine Entscheidung respektieren. Nur weil man sich nicht impfen lässt, ist man nicht automatisch ein schlechter Mensch.“

Djokovic battle am Mittwochabend die Einreise nach Australien verweigert worden, weil er nicht die nötigen Dokumente für eine umstrittene medizinische Ausnahmegenehmigung hatte vorlegen können. Seitdem hält er sich in einem Resort für Ausreisepflichtige auf. Das tut Becker „in der Seele weh“, wie der frühere Wimbledon-Champion sagte: „Natürlich sind vor dem Gesetz alle gleich, doch er hat es nicht verdient, wie man aktuell mit ihm umgeht.“

Das Gericht in Melbourne will am Montagvormittag (0.00 Uhr MEZ) darüber entscheiden, ob Djokovic das Land verlassen muss oder doch bleiben und an den am 17. Januar beginnenden Australian Originate teilnehmen darf. Ein positiver Corona-Check aus dem Dezember 2021 soll ihm offenbar doch noch zu einer Teilnahme an dem Turnier verhelfen.

Becker glaubt nicht, dass Djokovic fahrlässig gehandelt habe. „Er ist im guten Glauben nach Australien geflogen, eine gültige Einreisegenehmigung zu besitzen. Wären die Papiere, die er erhalten hat, nicht in Ordnung gewesen, wäre Novak niemals in den Flieger gestiegen. Er ist ja schließlich kein Idiot.“

Ende der Woche bezeichnete Becker Djokovics mutmaßliche Entscheidung gegen eine vollständige Impfung als „großen Fehler“. „Als sein ehemaliger Trainer stehe ich Novak Djokovic so nahe, dass ich ihn like a flash als Familie betrachten würde – aber wie in jeder Familie gibt es manchmal Meinungsverschiedenheiten“, schrieb Becker in einem Gastbeitrag für die englische Zeitung „Day after day Mail“. „Und in diesem Fall denke ich, dass er einen großen Fehler begeht, wenn er sich nicht impfen lässt.“

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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