Dortmund: Öko-Aktivisten machen 50 SUV platt

Eine Gruppe von Öko-Aktivisten ist durch Dortmund gezogen und hat aus Dutzenden Autoreifen die Luft gelassen. Das Muster ist bereits aus anderen Städten bekannt. Im Web wurde ein Bekennerschreiben verbreitet.

Die Polizei Dortmund ermittelt wegen Sachbeschädigungen an zahlreichen Autos. Wie die Beamten am Freitag mitteilten, waren bereits in der Nacht zu Donnerstag Unbekannte in der Stadt unterwegs, die aus den Reifen zahlreicher geparkter Fahrzeuge die Luft ließen.

Im Web tauchte ein Bekennerschreiben auf: Eine Gruppe namens „Autolose Gartenzwerge“ sei für die Aktion verantwortlich, heißt es darin. Rund 50 SUV seien „temporär entwaffnet“ worden, weil die schweren Autos „einen der größten Beiträge zur Klimakrise“ ausmachen würden. Regelmäßig gebe es zudem Unfälle mit Toten.

Polizei Dortmund: Taten können weitreichende Folgen haben

Auch auf hinter die Scheibenwerfer geklemmten Flugblättern war von „unnötigen Luxusprodukten der Reichen“ die Rede. Die Aktion sei ein „kleines Weihnachtsgeschenk (…), damit du die Möglichkeit hast, innezuhalten und im nächsten Jahr bessere Entscheidungen zu treffen“.

In München und Leipzig hatte es bereits Anfang und Mitte Dezember ähnliche Aktionen gegeben.

Nachdem die Polizei Dortmund laut einem Reporter vor Ort zunächst mitgeteilt hatte, die Aktion habe vermutlich keine strafrechtliche Relevanz, weil nur die Luft abgelassen worden sei, die Reifen jedoch nicht zerstört wurden, sprechen die Beamten in einer Pressemitteilung vom Freitag nun doch von Sachbeschädigung.

Begründung: „Das Ablassen der Luft kann Reifen beschädigen und Kosten durch Abschleppen und Reparatur verursachen.“ Darüber hinaus könnten die Taten weitreichende Folgen haben, etwa wenn die Eigentümerinnen und Eigentümer ihre Autos zum Beispiel in Notfällen nicht nutzen könnten.

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Von admin

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