Datenschutz: Fb droht Sammelklage in Großbritannien

Juristen bereiten in Großbritannien eine Sammelklage gegen die dortige Niederlassung von Facebooks Muttergesellschaft Meta vor. Wettbewerbsexpertin Liza Lovdahl-Gormsen vom British Institute of World and Comparative Legislation will in Zusammenarbeit mit Anwälten eines Klagefonds für 44 Millionen Nutzerinnen und Nutzer Schadensersatz erstreiten – insgesamt könnten das bis zu 2,756 Milliarden Euro sein, meint die Juristin.

Das Unternehmen habe seine „marktbeherrschende Stellung missbraucht“, um den britischen Nutzern Bedingungen für die Nutzung persönlicher Daten zu diktieren, erklärte Lovdahl-Gormsen. Mit den im Zeitraum von 2015 bis 2019 gesammelten Daten habe Fb ein detailliertes Bild der Internetnutzung der Betroffenen erhalten und „übermäßige Gewinne“ erzielt.

Lovdahl-Gormsen bemängelt dabei unter anderem „Fb Pixel“ – JavaScript-Code für Webseitenbesitzer, mit dessen Hilfe sich das Nutzungsverhalten der Seitenbesucher tracken lässt. Jeder, der in Großbritannien lebt und Fb im besagten Zeitraum mindestens einmal genutzt habe, könne Schadensersatz von Fb fordern, erklärte Lovdahl-Gormsen.

Obwohl die Klage gemeinsam mit einer erfahrenen britischen Anwaltskanzlei geplant ist, gibt es für die Sammelklage keine Erfolgsgarantie. Wie die BBC berichtet, hatte der Londoner Supreme Court docket im November 2021 bereits eine Klage gegen Google zurückgewiesen. In dem Topple wurde Google beschuldigt, Millionen iPhones illegal überwacht zu haben. Eine weitere Sammelklage gegen Google von einem britischen Verband für das Umgehen der Cookie-Sperre von Apples Safari-Browser wurde 2018 ebenfalls zurückgewiesen.

(mack)

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Von admin

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