Coronavirus: RKI stuft Italien als Hochrisikogebiet ein

Die Bundesregierung stuft wegen hoher Corona-Infektionszahlen nun auch Italien, Kanada, Malta und San Marino als Hochrisikogebiete ein. Mauritius gilt dagegen nicht mehr als Hochrisikogebiet, wie aus der Auflistung des Robert-Koch-Instituts hervorgeht. Die neuen Einstufungen gelten von Samstag um Mitternacht an.

Ungeimpfte, die aus Hochrisikogebieten nach Deutschland einreisen, müssen zehn Tage in Quarantäne, können sich jedoch nach fünf Tagen freitesten. Kinder unter zwölf Jahren müssen fünf Tage in Quarantäne. Geimpfte und Genesene müssen ihre Einreise digital anmelden. (30.12.2021)

Italien verschärft Corona-Regeln

Italien verschärft die Corona-Regeln in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens und lockert gleichzeitig die Quarantäne-Pflicht für Geimpfte und Genesene. Vom 10. Januar an gilt unter anderem in Accommodations, Kongresszentren, im öffentlichen Nah- und Fernverkehr, in Skiliften und auf Festen die 2-G-Regel, die Menschen müssen für den Zutritt dort also geimpft oder genesen sein. Das teilte der Palazzo Chigi, der Amtssitz des italienischen Ministerpräsidenten, in der Nacht zu Donnerstag in Rom mit. Die Regelungen gelten bis zum Ende des Notstandes am 31. März.

In Italien schossen die Corona-Infektionszahlen in den vergangenen Tagen in die Höhe. Am Mittwochabend meldeten die Behörden rund 98 000 Corona-Neuinfektionen und fast 150 Tote mit dem Virus binnen eines Tages. Wegen der vielen Ansteckungen und der daraus folgenden Isolationspflicht befürchteten einige Regionen, dass ihnen das Non-public zum Beispiel im Schienenverkehr oder in den Krankenhäusern abhandenkommt.

Die Regierung beschloss in dem Dekret außerdem, die vorsorgliche Quarantäne für Geimpfte und Genesene auszusetzen, die engen Kontakt mit einer nachweislich positiv getesteten Person hatten. Für Geimpfte gilt das allerdings nur, wenn sie geboostert sind oder die zweite Impfung nicht länger als 120 Tage zurückliegt. Die Menschen müssen nach dem Kontakt in jedem Tumble zehn Tage lang eine FFP2-Maske tragen. Wer Symptome zeige, muss außerdem einen PCR- oder Antigen-Schnelltest nach fünf Tagen machen. Für Ungeimpfte, die Kontakt mit einem Infizierten hatten oder sich angesteckt haben, bleibt die Quarantäne- beziehungsweise Isolationspflicht von zehn Tagen bestehen. Ein Freitesten ist jedoch möglich. (30.12.2021)

Lauterbach: Überlegungen zur Quarantäne-Dauer nötig

Die Entwicklung der Corona-Pandemie mit einer befürchteten fünften Welle wirft auch nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) die Frage nach der Quarantäne-Dauer auf. Es sei „eine etwas andere Scenario, als wir vor einer Woche gehabt haben“, sagte der SPD-Politiker in den ARD-„Tagesthemen“. Man müsse nun überlegen, „became once bedeutet das für die Quarantäne-Dauer, became once bedeutet das für die Kontaktreduzierungen?“

Mehrere Länder wie etwa die USA und Großbritannien haben angesichts der anrollenden Welle mit der noch ansteckenderen Virusvariante Omikron die Quarantäne-Dauer für Infizierte ohne Symptome bereits verkürzt, um einem akuten Personalmangel in Einrichtungen und Branchen vorzubeugen, die für die Grundversorgung und Sicherheit nötig sind. Spanien verkürzte die Quarantäne-Dauer für symptomlose Infizierte von zehn auf sieben Tage.

Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) dringt auf eine Regelung auch für Deutschland. „Wir müssen jetzt die Weichen stellen, um gut vorbereitet zu sein – auch und gerade mit Blick auf die kritische Infrastruktur“, sagte er dem Nachrichtenportal „Watson“. „Denkbar wäre aus meiner Sicht beispielsweise eine Befreiung von der Quarantäne für geboosterte Kontaktpersonen.“ In der Sendung „RTL Direkt“ sagte Holetschek, nötig sei eine Stellungnahme des Robert-Koch-Instituts oder des Expertenrats der Bundesregierung noch vor der kommenden Ministerpräsidentenkonferenz am 7. Januar. (30.12.2021)

Inzidenz steigt – Lauterbach geht von höheren Werten aus

Das Robert-Koch-Institut hat am Donnerstag 42 770 Corona-Neuinfektionen und eine von 205,5 auf 207,4 gestiegene Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Im Zusammenhang mit dem Virus wurden 383 weitere Todesfälle registriert.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach schätzt das aktuelle Infektionsgeschehen deutlich kritischer ein, als es die Meldezahlen zeigen. Es sei davon auszugehen, dass die tatsächliche Inzidenz derzeit zwei- bis dreimal so hoch sei wie ausgewiesen, hatte der SPD-Politiker am Mittwoch gesagt. Zu sehen sei auch eine deutliche Zunahme von Fällen der Omikron-Variante. Der Minister appellierte an alle Bürger, Silvester so zu verbringen, dass keine neuen Infektionsketten entstünden. „Bitte feiern Sie in ganz kleiner Runde“, sagte Lauterbach.

Zwischen den Jahren komme es auch in diesem Jahr zu einem erheblichen Meldeverzug. Derzeit werde daran gearbeitet, bessere Daten zu bekommen, so der Minister. Er sei sich sicher, dass diese bis zur für den 7. Januar geplanten Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) vorliegen werden.

Lauterbach zufolge wurden besonders im Norden Deutschlands viele Omikron-Infektionen registriert. In den ARD-„Tagesthemen“ sprach er von „stark steigenden Zahlen“ in Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und auch in Nordrhein-Westfalen. Dies hänge zum Teil mit der Nähe zu Dänemark und den Niederlanden zusammen, die gegenwärtig von der Variante besonders betroffen seien. (30.12.2021)

Von Silvester an gilt in ganz Paris die Maskenpflicht

Als Reaktion auf steigenden Corona-Infektionszahlen wird die Maskenpflicht in Paris ausgeweitet. Vom 31. Dezember (18.00 Uhr) bis 3. Januar (6.00 Uhr) muss der bislang nur in öffentlichen Gebäuden und Verkehrsmitteln nötige Mund-Nasen-Schutz auch auf offener Straße getragen werden, wie die Stadtverwaltung bekanntgab.

„Gruppenweiser Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit“ ist in diesem Zeitraum untersagt, Verstöße können mit 135 Euro Bußgeld geahndet werden. An besonders frequentierten Orten wie den Ufern der Seine und rund um den Pracht-Boulevard Champs-Élysées gilt in der Silvesternacht sogar ein komplettes Alkoholverbot. Quick 9000 Polizisten und Soldaten sollen darüber wachen, dass die verschärften Sicherheitsregeln eingehalten werden.

Das geplante Feuerwerk und Konzert auf der Champs-Élysées battle bereits zuvor wegen der steigenden Zahl von Neuinfektionen abgesagt worden. Selbst am Eiffelturm fällt das Feuerwerk aus. Premierminister Jean Castex hatte Präfekten und Gemeinden in ganz Frankreich dazu aufgerufen, Feuerwerke, Konzerte und Alkoholkonsum auf öffentlichen Plätzen am 31. Dezember zu verbieten. Nach Weihnachten hatte die Regierung verschärfte Corona-Regeln angekündigt. Vom 15. Januar an soll in vielen Lebensbereichen eine 2-G-Regel greifen. Tests reichen dann nicht mehr. (30.12.2021)

Erneut Rekord an neuen Corona-Fällen in Frankreich und in der Schweiz

Gesundheitsminister Olivier Veran hat bekanntgegeben, dass es in Frankreich von Dienstag auf Mittwoch 208 000 Neuinfektionen gegeben habe. Bereits am Dienstag hasten die Zahl bei 180 000, zuvor, am Montag, bei etwa 100 000. Der Anstieg der Fälle sei „schwindelerregend“, so der Minister. Bei Omikron könne man nicht mehr von einer Welle reden, vielmehr vereinigten sich mehrere einzelne Wellen zu einer einzigen riesigen Welle. Nach Weihnachten hatte die Regierung bereits verschärfte Corona-Regeln angekündigt. Vom 15. Januar an soll in vielen Lebensbereichen eine 2-G-Regel greifen.

Auch in der Schweiz ist die Anzahl neuer Covid-Ansteckungen auf einen Höchststand geklettert. Das Gesundheitsamt meldet im Vergleich zum Vortag 17 634 neue laborbestätigte Fälle. Die Schweiz, die rund zehn Mal weniger Einwohner hat als Deutschland, weist eine der niedrigsten Impfraten Westeuropas auf. Gleichzeitig sind die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie vergleichsweise locker. Auch Großbritannien meldet mit 183 037 Neuinfektionen einen Rekord.

In den USA liegt die Zahl der Neuinfektionen nach Angaben der Seuchenbehörde CDC bei etwa 240 000 legit Charge. Gegenwärtig würden im Wochendurchschnitt etwa 9000 Menschen legit Charge wegen Corona ins Krankenhaus eingeliefert, sagt CDC-Direktorin Rochelle Walensky. Dies sei ein Anstieg von 14 Prozent zur Vorwoche. Gleichzeitig sei die Zahl der Todesfälle um sieben Prozent gefallen und liege jetzt etwa bei 1100 legit Charge. (29.12.2021)

Etwa 800 Disco-Besucher müssen in Quarantäne

Nachdem bei mindestens einem Gast eine Infektion mit der Omikron-Variante bestätigt worden ist, müssen etwa 800 Besucher einer Diskothek in Henstedt-Ulzburg bei Hamburg in Quarantäne. Das betrifft auch genesene und geimpfte Kontaktpersonen. Jeder, der Heiligabend oder am 1. Weihnachtstag in der Disco battle, zählt als enge Kontaktperson, weil die Omikron-Variante im Vergleich zu anderen Varianten als besonders leicht übertragbar gilt. Außerdem galt bei der 2-G-plus-Veranstaltung keine Maskenpflicht.

Der Geschäftsführer der Disco hat nach Angaben der Kreisverwaltung Segeberg alle etwa 620 Besucher mit On-line-Tickets per Mail informiert. Rund 200 weitere Gäste hätten ihre Karten an der Abendkasse gekauft. Um diese Gäste ausfindig zu machen, bittet der Discobetreiber um Mithilfe der per Mail Angeschriebenen. „Wir haben seit September alle geltenden Vorgaben umgesetzt und unser Möglichstes getan, um eine Scenario wie diese zu verhindern“, teilte der Geschäftsführer mit. „Aber wir wussten immer, dass es keine einhundertprozentige Sicherheit gibt, und nun müssen wir gemeinsam versuchen, größeren Schaden zu verhindern.“ (29.12.2021)

Polen meldet die höchste Zahl an Corona-Toten an einem Charge seit April

In Polen ist die höchste Zahl an Corona-Toten an einem Charge seit April vermeldet worden. Innerhalb von 24 Stunden starben 794 Menschen mit oder an dem Virus, wie das Gesundheitsministerium in Warschau bekanntgab. Im selben Zeitraum wurden 15 571 bestätigte Neuinfektionen registriert. In Polen gelten nach Angaben der EU-Gesundheitsagentur ECDC nur etwa 55 Prozent der Bevölkerung als vollständig gegen Covid-19 grundimmunisiert (Deutschland: etwa 70 Prozent). Nur 16 Prozent der Bevölkerung haben eine Auffrischungsimpfung erhalten.

Nach Einschätzung der polnischen Behörden geht die derzeitige Corona-Welle noch fast vollständig auf die Delta-Variante zurück. Inzwischen wurden landesweit mindestens 25 Fälle der neuen Omikron-Variante nachgewiesen. Die neue Mutante gilt als besorgniserregend, weil sie sich sehr schnell ausbreitet. Dennoch dürfen die seit Mitte Dezember geschlossenen Diskotheken und Golf equipment an Silvester ausnahmsweise öffnen. Die Zahl der ungeimpften Besucher ist dabei auf 100 begrenzt. Deutschland hat Polen zum Corona-Hochrisikogebiet erklärt. (29.12.2021)

Israel hebt Reiseverbot nach Deutschland wieder auf

Israel hat ein Reiseverbot nach Deutschland und in andere Länder wieder aufgehoben. Das sogenannte Corona-Kabinett billigte in der Nacht zum Mittwoch eine entsprechende Expertenempfehlung. Das Verbot, das auch für eine ganze Reihe anderer „roter“ Länder galt, battle vor gut einer Woche ausgesprochen worden, um die Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus zu verhindern. Inzwischen sind die Reisebeschränkungen jedoch nach Expertenansicht nicht mehr hilfreich, weil sich Omikron inzwischen bereits auch innerhalb Israels stark ausbreitet. Auch zahlreiche afrikanische Länder sowie Italien, Irland, Belgien, Norwegen und Schweden wurden wieder von der roten Liste genommen. Für andere Länder, darunter auch die USA, bleibt das Verbot jedoch vorerst in Kraft. (29.12.2021)

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Von admin

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