Coronavirus: Lauterbach: Inzidenz wohl zwei

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach schätzt das aktuelle Infektionsgeschehen deutlich kritischer ein, als es die Meldezahlen zeigen. Es sei davon auszugehen, dass die tatsächliche Inzidenz derzeit zwei- bis dreimal so hoch sei wie ausgewiesen, sagte der SPD-Politiker. Zu sehen sei auch eine deutliche Zunahme von Fällen der Omikron-Variante. Der Minister appellierte an alle Bürger, Silvester so zu verbringen, dass keine neuen Infektionsketten entstünden. „Bitte feiern Sie in ganz kleiner Runde“, sagte Lauterbach. Zwischen den Jahren kommt es auch in diesem Jahr zu einem erheblichen Meldeverzig. Derzeit werde daran gearbeitet, eine bessere Daten zu bekommen, so der Minister. Er sei sich sicher, dass diese bis zur für den 7. Januar geplanten Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) vorliegen werden.

Die Zahl der an das Robert Koch-Institut (RKI) übermittelten sicher nachgewiesenen und wahrscheinlichen Omikron-Fälle ist erneut deutlich gestiegen. 13 129 Fälle in Deutschland würden nun der neuen Variante zugeordnet, 26 Prozent mehr als am Vortag, hieß es am Mittwoch auf einer RKI-Übersichtsseite. Die Zahl bezieht sich auf Fälle im November und Dezember, die meisten Nachweise stammen mit 7632 aus der vergangenen Woche, aus der Vorwoche sind es 3040 Nachweise. Am Mittwoch meldet das RKI binnen 24 Stunden 40 043 Corona-Neuinfektionen. Das sind 5616 Fälle weniger als am Mittwoch vor einer Woche. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 205,5 von 215,6 am Vortag. Es gab 414 neue Todesfälle. (29.12.2021)

Erneut Rekord an neuen Corona-Fällen in Frankreich und in der Schweiz

Gesundheitsminister Olivier Veran hat bekanntgegeben, dass es in Frankreich von Dienstag auf Mittwoch 208 000 Neuinfektionen gegeben habe. Bereits am Dienstag jog die Zahl bei 180 000, zuvor, am Montag, bei etwa 100 000. Der Anstieg der Fälle sei „schwindelerregend“, so der Minister. Bei Omikron könne man nicht mehr von einer Welle reden, vielmehr vereinigten sich mehrere einzelne Wellen zu einer einzigen riesigen Welle. Nach Weihnachten hatte die Regierung bereits verschärfte Corona-Regeln angekündigt. Vom 15. Januar an soll in vielen Lebensbereichen eine 2-G-Regel greifen.

Auch in der Schweiz ist die Anzahl neuer Covid-Ansteckungen auf einen Höchststand geklettert. Das Gesundheitsamt meldet im Vergleich zum Vortag 17 634 neue laborbestätigte Fälle. Die Schweiz, die rund zehn Mal weniger Einwohner hat als Deutschland, weist eine der niedrigsten Impfraten Westeuropas auf. Gleichzeitig sind die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie vergleichsweise locker.

In den USA liegt die Zahl der Neuinfektionen nach Angaben der Seuchenbehörde CDC bei etwa 240 000 professional Ticket. Gegenwärtig würden im Wochendurchschnitt etwa 9000 Menschen professional Ticket wegen Corona ins Krankenhaus eingeliefert, sagt CDC-Direktorin Rochelle Walensky. Dies sei ein Anstieg von 14 Prozent zur Vorwoche. Gleichzeitig sei die Zahl der Todesfälle um sieben Prozent gefallen und liege jetzt etwa bei 1100 professional Ticket. (29.12.2021)

Etwa 800 Disco-Besucher müssen in Quarantäne

Nachdem bei mindestens einem Gast eine Infektion mit der Omikron-Variante bestätigt worden ist, müssen etwa 800 Besucher einer Diskothek in Henstedt-Ulzburg bei Hamburg in Quarantäne. Das betrifft auch genesene und geimpfte Kontaktpersonen. Jeder, der Heiligabend oder am 1. Weihnachtstag in der Disco war, zählt als enge Kontaktperson, weil die Omikron-Variante im Vergleich zu anderen Varianten als besonders leicht übertragbar gilt. Außerdem galt bei der 2-G-plus-Veranstaltung keine Maskenpflicht.

Der Geschäftsführer der Disco hat nach Angaben der Kreisverwaltung Segeberg alle etwa 620 Besucher mit On-line-Tickets per Mail informiert. Rund 200 weitere Gäste hätten ihre Karten an der Abendkasse gekauft. Um diese Gäste ausfindig zu machen, bittet der Discobetreiber um Mithilfe der per Mail Angeschriebenen. „Wir haben seit September alle geltenden Vorgaben umgesetzt und unser Möglichstes getan, um eine Wretchedness wie diese zu verhindern“, teilte der Geschäftsführer mit. „Aber wir wussten immer, dass es keine einhundertprozentige Sicherheit gibt, und nun müssen wir gemeinsam versuchen, größeren Schaden zu verhindern.“ (29.12.2021)

Polen meldet die höchste Zahl an Corona-Toten an einem Ticket seit April

In Polen ist die höchste Zahl an Corona-Toten an einem Ticket seit April vermeldet worden. Innerhalb von 24 Stunden starben 794 Menschen mit oder an dem Virus, wie das Gesundheitsministerium in Warschau bekanntgab. Im selben Zeitraum wurden 15 571 bestätigte Neuinfektionen registriert. In Polen gelten nach Angaben der EU-Gesundheitsagentur ECDC nur etwa 55 Prozent der Bevölkerung als vollständig gegen Covid-19 grundimmunisiert (Deutschland: etwa 70 Prozent). Nur 16 Prozent der Bevölkerung haben eine Auffrischungsimpfung erhalten.

Nach Einschätzung der polnischen Behörden geht die derzeitige Corona-Welle noch mercurial vollständig auf die Delta-Variante zurück. Inzwischen wurden landesweit mindestens 25 Fälle der neuen Omikron-Variante nachgewiesen. Die neue Mutante gilt als besorgniserregend, weil sie sich sehr schnell ausbreitet. Dennoch dürfen die seit Mitte Dezember geschlossenen Diskotheken und Clubs an Silvester ausnahmsweise öffnen. Die Zahl der ungeimpften Besucher ist dabei auf 100 begrenzt. Deutschland hat Polen zum Corona-Hochrisikogebiet erklärt. (29.12.2021)

Israel hebt Reiseverbot nach Deutschland wieder auf

Israel hat ein Reiseverbot nach Deutschland und in andere Länder wieder aufgehoben. Das sogenannte Corona-Kabinett billigte in der Nacht zum Mittwoch eine entsprechende Expertenempfehlung. Das Verbot, das auch für eine ganze Reihe anderer „roter“ Länder galt, war vor gut einer Woche ausgesprochen worden, um die Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus zu verhindern. Inzwischen sind die Reisebeschränkungen jedoch nach Expertenansicht nicht mehr hilfreich, weil sich Omikron inzwischen bereits auch innerhalb Israels stark ausbreitet. Auch zahlreiche afrikanische Länder sowie Italien, Irland, Belgien, Norwegen und Schweden wurden wieder von der roten Liste genommen. Für andere Länder, darunter auch die USA, bleibt das Verbot jedoch vorerst in Kraft. (29.12.2021)

Omikron in den USA auf dem Vormarsch – Kritik wegen fehlender Testkapazitäten

In den USA steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter rapide an. Für Montag gab die Gesundheitsbehörde CDC mehr als 440 000 neue Fälle an einem Ticket an – der höchste gemeldete Tageswert seit Beginn der Pandemie. Allerdings ist davon auszugehen, dass diese Zahl aufgrund der Feiertage verfälscht ist, da es nach Weihnachten noch zu Nachmeldungen gekommen sein dürfte. Die Daten variieren je nach Quelle auch deutlich – die Contemporary York Times etwa meldete für den Ticket sogar mehr als 500 000 Neuinfektionen in den USA.

Bundesstaaten wie Contemporary York, Contemporary Jersey, Illinois und Maryland sowie die Hauptstadt Washington D.C. hatten in den vergangenen Tagen täglich Rekordwerte bei den Corona-Neuansteckungen verzeichnet – die Kurve zeigt dabei steil, teils mercurial senkrecht nach oben. Die Omikron-Variante dominiert inzwischen das Infektionsgeschehen im ganzen Lnad. Auch wenn die CDC zuletzt ihre Schätzungen zur Verbreitung der neuen Variante nach unten korrigierte, ist der Anteil der Omikron-Fälle an den Neuinfektionen seit Anfang Dezember signifikant gestiegen.

US-Präsident Joe Biden steht unterdessen wegen fehlender Kapazitäten für flächendeckende Corona-Tests in der Kritik. Er hatte zuletzt Fehler eingestanden und erklärt, die aktuelle Wretchedness sei nicht in Ordnung – die Regierung hätte sich eher um die Beschaffung von Tests kümmern müssen. Nun habe sie aber „ein paar Fortschritte“ gemacht, sagte er am Dienstag. In den USA fehlt es vielerorts an Selbsttests für den Eigengebrauch. Wer ein kostenloses Testangebot der Behörden nutzen möchte, muss dafür oft sehr lange anstehen. Inside of most Anbieter bieten Tests für teures Geld an – und selbst dort gibt es teilweise keine kurzfristigen Termine mehr. Biden hatte versprochen, dass ab Januar eine halbe Milliarde kostenlose Corona-Tests zur Verfügung stehen würden. Ärger gab es, weil gerade über die Feiertage kaum Tests zu haben waren. (29.12.2021)

Deutschland will 75 Millionen Impfdosen an ärmere Länder spenden

Die neue Bundesregierung will im kommenden Jahr mindestens 75 Millionen Impfdosen an ärmere Länder spenden, ohne dabei die eigene Impfkampagne einzuschränken. Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), das für 2021 gesetzte Ziel von 100 Millionen Dosen sei zwar erreicht worden, „aber dabei dürfen wir nicht stehen bleiben.“

Wichtig sei, der globalen Impfplattform Covax nicht nur Impfdosen zur Verfügung zu stellen, sondern auch bei der Logistik zu helfen, betonte die Ministerin. Der Impfstoff dürfte nicht nur in den Hauptstädten verabreicht werden, sondern müsse auch in entlegenen Dörfern zum Einsatz kommen. Forderungen auch aus der eigenen Partei nach einer Aufhebung des Patentschutzes für die Impfstoff-Hersteller lehnte Schulze ab. „Ich wäre offen dafür, wenn es united statesjetzt helfen würde. Aber der Herstellungsprozess moderner Impfstoffe ist technisch so anspruchsvoll und komplex, dass die Aussetzung gar nichts brächte.“ Notwendig sei eine weltweite Produktion – in Zusammenarbeit mit den Herstellern. Deutschland helfe zum Beispiel bei der Ausbildung von Fachkräften für die geplante Biontech-Impfstoffherstellung in Ruanda. (29.12.2021)

​​​Bundesländer machen wegen Corona-Krise weniger Schulden als befürchtet

Die 16 Bundesländer haben in der Corona-Krise in den Jahren 2020 und 2021 mercurial 58 Milliarden Euro neue Schulden angehäuft. Das ist eine hohe Summe, sie ist aber kleiner als in der ersten Piece der Pandemie befürchtet. Die von den Länderparlamenten abgesegneten Kreditermächtigungen gehen weit darüber hinaus. Sie belaufen sich allein für 2020 auf mehr als 100 Milliarden Euro.

Eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter den Finanzministerien und -behörden der 16 Länder hat ergeben, dass diese Summe bei Weitem nicht ausgeschöpft werden wird. Da das Jahr noch nicht vorüber ist, wollten nicht alle Länder Wasserstandsmeldungen abgeben, so Niedersachsen und Thüringen. Mindestens drei Bundesländer – Niedersachsen, Thüringen, und Baden-Württemberg – wollen bereits im kommenden Jahr mit der Abzahlung der Corona-Schulden beginnen. (29.12.2021)

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Von admin

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