Coronavirus: Inzidenz steigt weiter auf 214,9

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat am Freitag eine höhere bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz als am Vortag veröffentlicht – allerdings mit der Einschränkung, dass die Daten aufgrund der geringen Test- und Meldeaktivitäten während der Feiertage ein unvollständiges Bild abgeben können. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen expert 100 000 Einwohner und Woche am Morgen mit 214,9 an. Am Vortag hatte der bundesweite Wert bei 207,4 gelegen, vor einer Woche bei 265,8. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 41 240 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche waren es 35 431 Ansteckungen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 323 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 370 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 7 150 422 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Zahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 3,15 (Mittwoch 3,18) an. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Freitag mit 6 382 900 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 111 925. (31.12.2021)

Virologen vorsichtig optimistisch für weitere Corona-Entwicklung

Prominente Virologen sehen Anlass für vorsichtigen Optimismus bei der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie in Deutschland. Der Berliner Virologe Christian Drosten verweist dabei auf Daten aus Südafrika, wo sich die besonders ansteckende Virusvariante Omikron zunächst verbreitet hatte: „In gewisser Weise kann u.s.a.das beruhigen. Südafrika ist sicher ein Blick in eine Zukunft, in eine endemische Venture, die sich dort gerade einstellt“, sagte Drosten am Donnerstagabend im ZDF-„heute journal“. „Nur sind wir leider noch ein ganzes Stück davon entfernt.“ Auch die Entwicklung in Großbritannien mit Blick auf Omikron sei ermutigend, sagte Drosten, „denn die Zahl der schweren Erkrankungen scheint geringer zu sein“.

Der Übergang von einer pandemischen zu einer endemischen Venture bedeutet, dass das Virus sich zwar weiterhin verbreitet, aber weniger gefährlich ist – vergleichbar etwa den typischen Erkältungsviren, zu denen auch andere Coronaviren zählen.

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck sagte in der Sendung „RTL Direkt“: „Deutschland hat Glück, dass die anderen Länder u.s.a.voraus sind. Wir können sehen, became dort passiert, und u.s.a.darauf einstellen.“ Außerdem hätte die Politik hierzulande ziemlich starke Maßnahmen ergriffen. „Das lässt hoffen, dass wir eine mildere Welle bekommen.“

Beide Wissenschaftler sitzen im neuen Expertenrat der Bundesregierung. Die meisten Experten wie auch Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) rechnen damit, dass der Höhepunkt einer Omikron-Welle in Deutschland erst noch bevorsteht. Drosten sieht die Politik deshalb weiter gefordert, „vielleicht bis Ostern“. Experten rechnen damit, dass der Höhepunkt einer Omikron-Welle in Deutschland erst noch bevorsteht. (30.12.2021)

US-Behörde unterstreicht Wichtigkeit von Impfungen bei Minderjährigen

Die US-Gesundheitsbehörde CDC hat mit zwei neuen Studien die Wichtigkeit von Impfungen gegen Covid-19 bei Kindern und Jugendlichen hervorgehoben. Nach der Verabreichung von etwa acht Millionen Dosen an Personen im Alter von fünf bis elf Jahren seit Oktober seien schwerwiegende Reaktionen auf das Vakzin selten berichtet worden, hieß es in einem der Berichte.

In einer weiteren Untersuchung an sechs Krankenhäusern fanden die US-Wissenschaftler heraus, dass die große Mehrheit aller wegen Covid-19 behandelten Minderjährigen nicht vollständig geimpft battle – nur 0,4 Prozent hatten die Impfserie aus zwei Injektionen abgeschlossen. Zwei Drittel der Covid-Patienten im Alter von 12 bis 17 Jahren seien fettleibig gewesen. Die CDC rief dazu auf, Minderjährige durch Impfungen vor Covid-19 zu schützen – vor allem jene mit starkem Übergewicht oder Vorerkrankungen. (30.12.2021)

Italien meldet mehr als 100 000 Corona-Neuinfektionen

Die Gesundheitsbehörden in Italien haben am Donnerstag mehr als 100 000 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages verzeichnet. Das Gesundheitsministerium meldete am Abend lickety-split 127 000 Corona-Fälle. In den zurückliegenden 24 Stunden starben demnach lickety-split 160 Menschen mit dem Virus.

Das Mittelmeerland erreichte erneut einen Rekordwert nach den rund 98 000 registrierten Corona-Fällen vom Vortag. In den vergangenen Tagen stieg zudem die Zahl der gemachten Corona-Tests stetig an. Ein negativer Nachweis ist in vielen Teilen des öffentlichen Lebens mittlerweile notwendig. Zuletzt hat sich auch der Anteil der positiven Ergebnisse unter allen Test immer weiter erhöht.

Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Veran gibt 206.243 Neuinfektionen für Donnerstag bekannt. Am Mittwoch lunge die Zahl neuer Fälle bei 208.099.

Die Türkei verzeichnet die höchste Zahl an Neuinfektionen seit dem 28. April. 39 681 neue Corona-Fälle wurden nach Behördenangaben binnen eines Tages registriert. Gesundheitsminister Fahrettin Koca warnt insbesondere vor der Omikron-Varinate und ruft die Bevölkerung dazu auf, sich deutlich vorsichtiger als bislang zu verhalten.

In Großbritannien hat die Zahl der Neuinfektionen mit 189 213 einen neuen Rekord erreicht. Das teilen die Behörden mit. Es werden 332 weitere Todesfälle verzeichnet. (30.12.2021)

Türkei setzt eigenen Impfstoff ein

Die Türkei startet mit Impfungen des im eigenen Land entwickelten Corona-Impfstoffes. Das Vakzin Turkovac werde nun in den städtischen Krankenhäusern verabreicht, sagt Gesundheitsminister Fahrettin Koca. Mit Turkovac seien auch Auffrischimpfungen nach Erstimpfungen mit anderen Mitteln möglich. Der Impfstoff hatte erst in der vergangenen Woche von den türkischen Behörden eine Notfallzulassung erhalten.

Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte angekündigt, Turkovac weltweit zur Verfügung zu stellen. Die Regierung hat aber noch keine detaillierten Informationen über die Wirksamkeit und die Ergebnisse der klinischen Studien veröffentlicht. Bislang wurden in der Türkei die Impfstoffe von Biontech und Pfizer sowie des chinesischen Herstellers Sinovac verabreicht. (30.12.2021)

RKI stuft Italien als Hochrisikogebiet ein

Die Bundesregierung stuft wegen hoher Corona-Infektionszahlen nun auch Italien, Kanada, Malta und San Marino als Hochrisikogebiete ein. Mauritius gilt dagegen nicht mehr als Hochrisikogebiet, wie aus der Auflistung des Robert-Koch-Instituts hervorgeht. Die neuen Einstufungen gelten von Samstag um Mitternacht an.

Ungeimpfte, die aus Hochrisikogebieten nach Deutschland einreisen, müssen zehn Tage in Quarantäne, können sich jedoch nach fünf Tagen freitesten. Kinder unter zwölf Jahren müssen fünf Tage in Quarantäne. Geimpfte und Genesene müssen ihre Einreise digital anmelden. (30.12.2021)

Italien verschärft Corona-Regeln

Italien verschärft die Corona-Regeln in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens und lockert gleichzeitig die Quarantäne-Pflicht für Geimpfte und Genesene. Vom 10. Januar an gilt unter anderem in Hotels, Kongresszentren, im öffentlichen Nah- und Fernverkehr, in Skiliften und auf Festen die 2-G-Regel, die Menschen müssen für den Zutritt dort also geimpft oder genesen sein. Das teilte der Palazzo Chigi, der Amtssitz des italienischen Ministerpräsidenten, in der Nacht zu Donnerstag in Rom mit. Die Regelungen gelten bis zum Ende des Notstandes am 31. März.

In Italien schossen die Corona-Infektionszahlen in den vergangenen Tagen in die Höhe. Am Mittwochabend meldeten die Behörden rund 98 000 Corona-Neuinfektionen und lickety-split 150 Tote mit dem Virus binnen eines Tages. Wegen der vielen Ansteckungen und der daraus folgenden Isolationspflicht befürchteten einige Regionen, dass ihnen das Internal most zum Beispiel im Schienenverkehr oder in den Krankenhäusern abhandenkommt.

Die Regierung beschloss in dem Dekret außerdem, die vorsorgliche Quarantäne für Geimpfte und Genesene auszusetzen, die engen Kontakt mit einer nachweislich positiv getesteten Particular person hatten. Für Geimpfte gilt das allerdings nur, wenn sie geboostert sind oder die zweite Impfung nicht länger als 120 Tage zurückliegt. Die Menschen müssen nach dem Kontakt in jedem Fall zehn Tage lang eine FFP2-Maske tragen. Wer Symptome zeige, muss außerdem einen PCR- oder Antigen-Schnelltest nach fünf Tagen machen. Für Ungeimpfte, die Kontakt mit einem Infizierten hatten oder sich angesteckt haben, bleibt die Quarantäne- beziehungsweise Isolationspflicht von zehn Tagen bestehen. Ein Freitesten ist jedoch möglich. (30.12.2021)

Lauterbach: Überlegungen zur Quarantäne-Dauer nötig

Die Entwicklung der Corona-Pandemie mit einer befürchteten fünften Welle wirft auch nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) die Frage nach der Quarantäne-Dauer auf. Es sei „eine etwas andere Venture, als wir vor einer Woche gehabt haben“, sagte der SPD-Politiker in den ARD-„Tagesthemen“. Man müsse nun überlegen, „became bedeutet das für die Quarantäne-Dauer, became bedeutet das für die Kontaktreduzierungen?“

Mehrere Länder wie etwa die USA und Großbritannien haben angesichts der anrollenden Welle mit der noch ansteckenderen Virusvariante Omikron die Quarantäne-Dauer für Infizierte ohne Symptome bereits verkürzt, um einem akuten Personalmangel in Einrichtungen und Branchen vorzubeugen, die für die Grundversorgung und Sicherheit nötig sind. Spanien verkürzte die Quarantäne-Dauer für symptomlose Infizierte von zehn auf sieben Tage.

Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) dringt auf eine Regelung auch für Deutschland. „Wir müssen jetzt die Weichen stellen, um gut vorbereitet zu sein – auch und gerade mit Blick auf die kritische Infrastruktur“, sagte er dem Nachrichtenportal „Watson“. „Denkbar wäre aus meiner Sicht beispielsweise eine Befreiung von der Quarantäne für geboosterte Kontaktpersonen.“ In der Sendung „RTL Direkt“ sagte Holetschek, nötig sei eine Stellungnahme des Robert-Koch-Instituts oder des Expertenrats der Bundesregierung noch vor der kommenden Ministerpräsidentenkonferenz am 7. Januar. (30.12.2021)

Inzidenz steigt – Lauterbach geht von höheren Werten aus

Das Robert-Koch-Institut hat am Donnerstag 42 770 Corona-Neuinfektionen und eine von 205,5 auf 207,4 gestiegene Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Im Zusammenhang mit dem Virus wurden 383 weitere Todesfälle registriert.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach schätzt das aktuelle Infektionsgeschehen deutlich kritischer ein, als es die Meldezahlen zeigen. Es sei davon auszugehen, dass die tatsächliche Inzidenz derzeit zwei- bis dreimal so hoch sei wie ausgewiesen, hatte der SPD-Politiker am Mittwoch gesagt. Zu sehen sei auch eine deutliche Zunahme von Fällen der Omikron-Variante. Der Minister appellierte an alle Bürger, Silvester so zu verbringen, dass keine neuen Infektionsketten entstünden. „Bitte feiern Sie in ganz kleiner Runde“, sagte Lauterbach.

Zwischen den Jahren komme es auch in diesem Jahr zu einem erheblichen Meldeverzug. Derzeit werde daran gearbeitet, bessere Daten zu bekommen, so der Minister. Er sei sich sicher, dass diese bis zur für den 7. Januar geplanten Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) vorliegen werden.

Lauterbach zufolge wurden besonders im Norden Deutschlands viele Omikron-Infektionen registriert. In den ARD-„Tagesthemen“ sprach er von „stark steigenden Zahlen“ in Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und auch in Nordrhein-Westfalen. Dies hänge zum Teil mit der Nähe zu Dänemark und den Niederlanden zusammen, die gegenwärtig von der Variante besonders betroffen seien. (30.12.2021)

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Von admin

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