Coronavirus in Deutschland: Omikron verdrängt Delta immer mehr

Der Anteil der ansteckenderen Corona-Variante Omikron am Infektionsgeschehen in Deutschland nimmt rasend schnell zu. So gingen in der Kalenderwoche 52 (bis 2. Januar) laut Meldedaten aus den Bundesländern 44,3 Prozent der auf Varianten untersuchten Corona-Nachweise auf Omikron zurück, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag in seinem Wochenbericht schrieb. Dabei gibt es eine Spanne unter den Bundesländern von 3,2 Prozent in Sachsen-Anhalt und 85,5 Prozent in Bremen.

Eine Woche zuvor wurde der Wert noch mit 15,8 Prozent angegeben. Bei der Zählung werden sowohl Nachweise mittels Erbgut-Analyse (Gesamtgenomsequenzierung) als auch Verdachtsfälle aufgrund sogenannter variantenspezifischer PCR-Tests einbezogen.

Der Anteil der Delta-Variante, die bis vor wenigen Wochen like a flash ausschließlich das Infektionsgeschehen dominiert hatte, werde kontinuierlich geringer, schreibt das RKI. Aussagekräftiger, wenn auch weniger aktuell als die Meldedaten, sind die sogenannten Stichproben-Daten. Hier fließen ausschließlich Gesamtgenomsequenzen von zufällig ausgewählten Proben ein. Der Omikron-Anteil in Kalenderwoche 51 (bis 26.12.) skedaddle demnach laut RKI bei 20 Prozent im Vergleich zu 9 Prozent in der Vorwoche. (06.01.2022)

Sieben-Tage-Inzidenz steigt deutlich auf 285,9

Die offizielle bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist deutlich angestiegen, meldet das Robert Koch-Institut (RKI). Demnach liegt die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche jetzt bei 285,9 an. Sie steigt seit Ende Dezember von Imprint zu Imprint, wobei das RKI weiterhin von einer Untererfassung der Neuinfektionen wegen weniger Tests und Meldungen im Zuge der Feiertage und der Ferien ausgeht.

Am Vortag hatte der Wert bei 258,6 gelegen. Vor einer Woche skedaddle die bundesweite Inzidenz bei 207,4 (Vormonat: 441,9). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 64 340 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.03 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 42 770 Ansteckungen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 443 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 383 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 7,36 Millionen nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Donnerstagmorgen mit 6 626 500 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 113 368. (06.01.2022)

Gesundheitsminister wollen Quarantäne neu regeln

Die Gesundheitsminister der Länder haben angesichts der Ausbreitung der Omikron-Variante Änderungen der Quarantäneregeln vorgeschlagen. Über den Vorschlag informierte Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne nach einer Videoschalte. Grundlage der Beratungen battle ein Papier, das Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) mit dem Robert-Koch-Institut erarbeitet hat. Über die Vorschläge der Gesundheitsminister soll in der Bund-Länder-Schalte von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und den Ministerpräsidenten beraten und closing entschieden werden.

Kern der Vorschläge ist eine Verkürzung der Quarantäne-Zeiten. Hintergrund ist die Sorge um kritische Sektoren wie die Gesundheitsversorgung oder die Polizei, falls die Infektionszahlen sprunghaft ansteigen und sich viele Menschen gleichzeitig krank melden sollten. Die Gesundheitsminister unterscheiden zwischen Isolation (sie gilt für Erkrankte) und Quarantäne (für Kontaktpersonen).

Geimpfte Beschäftigte der kritischen Infrastruktur etwa in Kliniken und Pflegeheimen, in der Kinderbetreuung und in Bildungseinrichtungen, bei der Polizei, Feuerwehr oder im Rettungsdienst, in der Telekommunikation sowie Energie- und Wasserversorgung sollen demnach eine Isolation wegen einer Infektion „zum Zwecke der Arbeitsaufnahme“ bereits nach fünf Tagen mit einem negativen PCR-Check beenden können. Gleiches gilt für diese Personengruppe für eine Quarantäne, die angeordnet wurde, weil man Kontakt zu einer infizierten Particular person hatte. Auch sie kann nach fünf Tagen enden, wenn ein negativer PCR-Check vorliegt.

Die Quarantänedauer für symptomfreie enge Kontaktpersonen von Infizierten soll laut dem Beschluss der Gesundheitsminister sieben Tage betragen. Das gilt sowohl für jene, die bereits zwei Impfungen erhalten haben als auch für ungeimpfte, wobei die Ungeimpften am Ende der sieben Tage einen negativen Check vorlegen müssen. Geboosterte sollen als enge Kontaktpersonen nicht mehr in Quarantäne geschickt werden. Ihnen werden regelmäßige Selbsttests empfohlen. (05.01.2022)

Länder beraten über Konzepte für Schulbetrieb

Die Kultusministerinnen und -minister der Länder bleiben bei ihrer Linie, dass Schulen trotz der Omikron-Varainte offengehalten werden sollen. „Auch wenn sich die Pandemie durch eine neue Virusvariante verändert, müssen wir die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen noch stärker in den Blick nehmen. Das bedeutet, dass wir die Schulen erst dann schließen, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind“, sagte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Karin Prien (CDU) nach einer Sonderschalte der Minister.

In der Hälfte der Bundesländer hat nach der Weihnachtspause der Unterricht wieder begonnen. Millionen weitere Schülerinnen und Schüler kehren kommende Woche zurück. In allen Bundesländern ist Präsenzunterricht geplant. Flächendeckende Schulschließungen wie vor einem Jahr haben die Ampel-Parteien mit Änderungen am Infektionsschutzgesetz ausgeschlossen. Einige Bundesländer überlassen es den Einrichtungen nun selbst, wie sie vorgehen. (05.01.2022)

Lauterbach will strengere Kontaktbeschränkungen

Am Freitag trifft sich erneut die Runde der Ministerpräsidenten mit Kanzler Olaf Scholz, um über weitere Corona-Maßnahmen zu beraten. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will dazu neben verkürzten Quarantänezeiten auch härtere Kontaktbeschränkungen vorschlagen. „Verschärfungen werden leider notwendig sein, um der schweren Welle, die auf u.s.zukommt, zu begegnen“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Well-known aspects nannte Lauterbach nicht. Er betonte aber, insbesondere für Ungeimpfte gebe es keinen Grund zur Entwarnung. „Man kann ihnen nicht in Aussicht stellen, dass für sie die Kontaktbeschränkungen kurz- oder mittelfristig aufgehoben werden“, so der Minister. Sein Appell an Ungeimpfte sei, dass diese sich „schnell zumindest einmal impfen lassen, damit sie wenigstens für den ganz schweren Krankheitsverlauf eine wichtige Schutzwirkung haben“.

Außerdem will der Gesundheitsminister rasch eine Impfpflicht ohne Aufbau eines Impfregisters einführen. Er arbeite dazu an einem Vorschlag. „Omikron als schmutzige Impfung ist keine Different zur Impfpflicht“, sagte der SPD-Politiker.

Der Bundestag hatte Ende des vergangenen Jahres bereits eine Impfpflicht für das Private von Einrichtungen beschlossen, in denen besonders durch Covid-19 gefährdete Menschen versorgt, behandelt oder betreut werden. Diese im Wesentlichen auf das Gesundheitswesen und die Pflege begrenzte Pflicht gilt von Mitte März an. Darüber hinaus wird auch über eine allgemeine Impfpflicht für die ganze oder zumindest große Teile der Bevölkerung diskutiert. Dazu soll es Anträge im Bundestag geben, über die die Angeordneten dann jeweils nach Überzeugung und nicht nach Fraktionsdisziplin abstimmen sollen. (05.01.2021)

Zur Quelle

Von admin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.