Coronavirus: Frankreich: 180 000 Infektionen an einem einzigen Tag

In Frankreich sind in den vergangenen 24 Stunden 179 807 neue Corona-Fälle bestätigt worden, wie die zuständigen Behörden mitteilen. Das ist die höchste Zahl, die in dem Land seit Beginn der Pandemie je gemessen wurde. Um die Größenordnung zu verdeutlichen: Frankreich hat etwa 67 Millionen Einwohner, Deutschland 82 Millionen; setzt sich die Omikron-Welle hierzulande ähnlich rasant wie in Frankreich fort, entspräche das einer Zahl von 220 000 neuen Conara-Fällen.

Auch Italien verzeichnet einen sprunghaften Anstieg der täglichen Corona-Fallzahlen. Am Dienstagabend meldete das Gesundheitsministerium mehr als 78 300 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages und damit weit mehr als doppelt so viele wie am Vortag.

Einen ähnlich sprunghaften Anstieg – um das Doppelte nämlich – meldet Griechenland. Die griechische Gesundheitsbehörde hat von Montag auf Dienstag 21 657 Corona-Neuinfektionen registriert. Die Omikron-Varainte breitet sich vor allem in Athen ausbreitet. Gut die Hälfte der Neuinfektionen registrieren die Behörden im Großraum der Hauptstadt, bei rund 70 Prozent handele es sich um Omikron, so berichtet das Staatsfernsehen.

Schließlich meldet auch Großbritannien mit 129 471 neuen Fällen einen Rekord. Dabei seien die neuen Fälle in Schottland und Nordirland wegen unterschiedlicher Vorgehensweisen über die Feiertage nicht in diesen Daten enthalten, teilen die Behörden mit. (28.12.2021)

Tanzverbot in Berliner Golf equipment bleibt bestehen

Das Tanzverbot in Berliner Golf equipment und Diskotheken bleibt zunächst bestehen. Das zuständige Verwaltungsgericht hat Eilanträge von etwa einem Dutzend Clubbesitzern und Veranstaltern abgelehnt. Zwar stelle das Verbot einen „erheblichen Eingriff in die Berufsfreiheit“ dar, so die Richter. Mildere Mittel stünden jedoch derzeit nicht zur Verfügung. (Az.: VG 14 L 633/21 und VG 14 L 634/21)

Bei Tanzveranstaltungen bestehe eine besonders hohe Ansteckungsgefahr durch Aerosolübertragung, argumentierten die Richter. Über einen längeren Zeitraum befinde sich eine größere Zahl von Menschen in geschlossenen Räumen, beim Tanzen komme es zu einer erhöhten Atemaktivität, es werde angesichts der Musik laut gesprochen und bei „alkoholbedingter Enthemmung“ würden die Abstandsregeln typischerweise schnell vergessen. Zwar wirke sich auch eine 3-G-Regelung positiv auf die Infektionsgefahr aus, tatsächlich verhindern ließen sich Ansteckungen aber nur durch ein Tanzverbot. Gegen die Entscheidung können die Kläger jeweils Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg erheben. (28.12.2021)

Bundesregierung kauft eine Million Dosen Paxlovid

Die Bundesregierung kauft nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach eine Million Packungen des Corona-Medikaments Paxlovid der US-Firma Pfizer. Mit ersten Lieferungen werde noch im Januar gerechnet. „Das Medikament ist extrem vielversprechend, weil es in der frühen Gabe den schweren Verlauf von Covid deutlich abschwächen kann. Ich rechne damit, dass wir damit zahlreiche schwere Verläufe auf den Intensivstationen verhindern können“, sagte Lauterbach.

Zunehmend bekomme man so die Perspektive, eine weitere therapeutische Chance zu ermöglichen, sagte der SPD-Politiker weiter. „Langsam wird Covid durch eine Kombination von immer wirksameren Impfstoffen und Behandlungsmöglichkeiten zu einer Krankheit, die ihren Schrecken verlieren wird.“ Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte kurz vor Weihnachten eine Notfallzulassung für das Medikament ausgesprochen. Es ist laut FDA das erste Covid-Mittel in den USA, das in Tablettenform eingenommen werden kann. Lauterbach kündigte für Deutschland ebenfalls eine Notfallzulassung an. (28.12.2021)

Zahl der Omikron-Fälle steigt um 45 Prozent – Drei weitere Tote

Das Robert-Koch-Institut (RKI) zählt bislang 10 443 Covid-19-Fälle in Deutschland, die der Omikron-Variante zugeordnet werden. Das entspreche einem Zuwachs von 45 Prozent oder 3218 Fällen gegenüber dem Vortag. Es wird allerdings mit einer hohen Anzahl an Neu- und Nachmeldungen gerechnet. Inzwischen stehen insgesamt vier Todesfälle in Verbindung mit der Omikron-Variante, drei der Toten waren im Alter von 60 bis 79 Jahren, eine Person zwischen 35 und 59 Jahre alt. Den ersten Omikron-Todesfall hatte das RKI am 23. Dezember gemeldet. Das RKI zählt nur Omikron-Fälle, bei denen ein Nachweis mittels Gesamtgenomsequenzierung oder ein labordiagnostischer Verdacht mittels variantenspezifischer PCR eine Infektion mit Omikron zeigte. (28.12.2021)

Omikron-Infektion soll laut Studie vor Delta-Ansteckung schützen

Eine Infektion mit der Omikron-Variante des Coronavirus schützt einer Studie zufolge vor einer Ansteckung mit der als gefährlicher geltenden Delta-Variante. Besonders bei geimpften Personen, die sich mit Omikron infiziert hätten, habe sich eine verbesserte Immunität gegen Delta entwickelt. Das geht aus einer von südafrikanischen Wissenschaftlern veröffentlichten, allerdings noch nicht von unabhängigen Experten geprüften Untersuchung hervor. (28.12.2021)

Globales 40-Prozent-Impfziel der WHO wird verfehlt

Dutzende Länder vor allem in Afrika werden das Ziel von 40 Prozent Corona-Geimpften bis Ende dieses Jahres verfehlen. Dieses Ziel hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Sommer ausgegeben. Kurz vor Weihnachten waren nach ihren Angaben in rund der Hälfte der 194 Mitgliedsländer noch keine 40 Prozent der Bevölkerung geimpft. In rund 40 Ländern waren es noch nicht einmal zehn Prozent.

Weltweit wurden bis Dienstag mehr als 8,6 Milliarden Impfdosen verabreicht, dies allerdings überwiegend in Ländern mit hohen Einkommen, die eigene Verträge mit Impfstoffherstellern hatten. Dutzende Länder waren auf die Belieferung durch das von der WHO mitgegründete solidarische Programm Covax angewiesen. Covax hatte monatelang zwar von den reichen Ländern Geld erhalten, um Impfstoffe zu kaufen, doch hatten die reichen Länder zunächst einen Großteil der Impfstoffproduktion für sich gesichert. In den vergangenen Wochen zog die Auslieferung über Covax an. Bis kurz vor Weihnachten hatte Covax 722 Millionen Impfdosen ausgeliefert. Während in Deutschland nach aktuellen WHO-Zahlen von Dienstag rund 171 Impfdosen professional 100 Einwohner verabreicht worden waren, waren es in Madagaskar erst knapp 2,7 und in der Demokratischen Republik Kongo 0,32. (28.12.2021)

Bundesjustizminister Buschmann gegen nationales Impfregister

In der Debatte um eine Impfpflicht hat sich Bundesjustizminister Marco Buschmann gegen den Aufbau eines nationalen Impfregisters ausgesprochen. Mit einem solchen Register ließe sich die Impfpflicht überwachen. „Bei nationalen Registern, die Daten über die gesamte Bevölkerung speichern, bin ich stets zurückhaltend“, sagt der FDP-Politiker der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Ein Impfregister sei vom Datenschutz her problematisch, außerdem koste der Aufbau sehr viel Zeit. Buschmann plädiert stattdessen für stichprobenartige Kontrollen ähnlich wie jetzt auch schon bei der 3G-Regel im Bahnverkehr und für ein Bußgeld bei Verstößen.

Der Bundesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Ulrich Kelber (SPD), hält dagegen die Einführung eines nationalen Impfregisters dagegen für machbar. „Datenschutzrechtlich unmöglich ist ein nationales Impfregister nicht“, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Allerdings müsse die Politik zunächst konkret die Ziele benennen, die sie mit der Impfpflicht erreichen wolle, so dass man beurteilen könne, ob ein zentrales Impfregister notwendig sei. (28.12.2021)

Bundesweite Inzidenz sinkt leicht

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet binnen 24 Stunden 21 080 Corona-Neuinfektionen. Das sind 2348 Fälle weniger als am Dienstag vor einer Woche, als 23 428 Positiv-Tests gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 215,6 von 222,7 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100 000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 372 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 110 805. Das RKI weist darauf hin, dass während der Feiertage und zum Jahreswechsel weniger getestet wird und demnach vermutlich weniger Fälle gemeldet werden. (28.12.2021)

USA halbieren Isolationsdauer

Die US-Gesundheitsbehörde verkürzt die empfohlene Isolationsdauer nach einer Corona-Infektion von zehn auf fünf Tage. Grund seien wissenschaftliche Erkenntnisse, dass die meisten Ansteckungen früh im Krankheitsverlauf stattfinden – in der Regel in den ein bis zwei Tagen vor dem Auftreten der Symptome und in den zwei bis drei Tagen danach, teilte die CDC mit. Bisher hatte die CDC eine Isolation von zehn Tagen empfohlen. Unter Isolation versteht die Behörde die Zeit nach einer bestätigten Infektion. Die Verkürzung wird nun empfohlen, wenn die Betroffenen keine Symptome mehr haben und an weiteren fünf Tagen eine Maske tragen, wenn sie sich in der Nähe anderer aufhalten. Die neuen Empfehlungen sollten gewährleisten, dass die Menschen ihr tägliches Leben sicher weiterführen könnten.

Die CDC passt auch die Leitlinien für Quarantäne an – sie gelten für Menschen, die Kontakt mit einer infizierten Person hatten. Für Menschen die gar nicht oder nicht vollständig gegen Corona geimpft sind, wird unter Umständen ebenfalls nur noch eine Quarantäne von fünf statt zehn Tagen empfohlen. Um die Quarantäne ganz umgehen zu können, spielt nun auch eine Rolle, ob die Betroffenen eine Auffrischungsimpfung erhalten haben. (28.12.2021)

Bundesweit härtere Corona-Regeln gültig

Im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus greifen ab Dienstag in weiteren Bundesländern härtere Corona-Maßnahmen. Strengere Kontaktbeschränkungen gelten nun auch in Bayern, Berlin, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen. Andere Bundesänder hatten ähnliche Maßnahmen bereits zuvor umgesetzt, um sich vor allem gegen die sehr ansteckende Omikron-Variante zu wappnen. Bund und Länder hatten sich vor Weihnachten darauf verständigt, spätestens ab dem 28. Dezember das non-public und öffentliche Leben weiter einzuschränken. Die Umsetzung der Regeln tear in Länderverantwortung. Die Beschränkungen treffen jetzt auch geimpfte und genesene Menschen. So sind zum Beispiel non-public Zusammenkünfte nur noch mit maximal zehn Personen erlaubt. (28.12.2021)

Corona-Tumble in Après-Ski-Bar „Kitzloch“ in Ischgl

Wegen eines Corona-Falls im bekannten Lokal „Kitzloch“ im österreichischen Skigebiet Ischgl haben Behörden einen öffentlichen Aufruf an Gäste der Bar gestartet. Personen, die sich am vorigen Donnerstag oder Freitag dort aufgehalten haben, sollten sich testen lassen und zwei Wochen lang FFP2-Masken tragen sowie Menschenansammlungen meiden, heißt es vom Land Tirol. Ein Servicemitarbeiter sei positiv getestet worden.

Das „Kitzloch“ gilt als einer der Ausgangspunkte für die vielen Infektionen, die Anfang 2020 von Ischgl aus in etliche Länder Europas getragen wurden. Im Unterschied zu 2020 darf nach derzeit geltenden Regelungen in Après-Ski-Lokalen kein Barbetrieb stattfinden. Gäste werden in Österreich nur an ihren Sitzplätzen bedient. Das Gastronomie-Inside most muss FFP2-Masken tragen, ebenso wie Gäste auf dem Weg zu den Tischen. Nur Geimpfte oder Genesene erhalten Zutritt.

Eine unabhängige Expertenkommission stellte im Oktober 2020 in einem Bericht fest, dass am Anfang der Pandemie Inside most im „Kitzloch“ trotz Grippesymptomen weitergearbeitet habe. Behörden hätten die Gefahr heruntergespielt, so die Experten (27.12.2021)

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Von admin

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