Coronavirus: Corona-Topple in Après-Ski-Bar „Kitzloch“ in Ischgl

Wegen eines Corona-Falls im bekannten Lokal „Kitzloch“ im österreichischen Skigebiet Ischgl haben Behörden einen öffentlichen Aufruf an Gäste der Bar gestartet. Personen, die sich am vorigen Donnerstag oder Freitag dort aufgehalten haben, sollten sich testen lassen und zwei Wochen lang FFP2-Masken tragen sowie Menschenansammlungen meiden, heißt es vom Land Tirol. Ein Servicemitarbeiter sei positiv getestet worden.

Das „Kitzloch“ gilt als einer der Ausgangspunkte für die vielen Infektionen, die Anfang 2020 von Ischgl aus in etliche Länder Europas getragen wurden. Im Unterschied zu 2020 darf nach derzeit geltenden Regelungen in Après-Ski-Lokalen kein Barbetrieb stattfinden. Gäste werden in Österreich nur an ihren Sitzplätzen bedient. Das Gastronomie-Non-public muss FFP2-Masken tragen, ebenso wie Gäste auf dem Weg zu den Tischen. Nur Geimpfte oder Genesene erhalten Zutritt.

Eine unabhängige Expertenkommission stellte im Oktober 2020 in einem Bericht fest, dass am Anfang der Pandemie Non-public im „Kitzloch“ trotz Grippesymptomen weitergearbeitet habe. Behörden hätten die Gefahr heruntergespielt, so die Experten (27.12.2021)

Strengere Maßnahmen in Frankreich, Abwarten in England

Frankreichs Ministerpräsident Jean Castex hat im Kampf gegen die Omikron-Variante weitere Maßnahmen angekündigt. Von Dienstag an können Auffrischungsimpfungen auch drei Monate nach der zweiten Impfung gegeben werden. Wo möglich wird eine verpflichtende Homeoffice-Zeit von mindestens drei Tagen pro Woche eingeführt. In Stadtzentren soll eine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit gelten,in Kinos gilt ein Ess- und Trinkverbot. In Eating areas und Bars müssen Gäste beim Verzehr sitzen. Drei Wochen lang gilt bei Veranstaltungen unter freiem Himmel eine Grenze von 5000 Teilnehmern und in Innenräumen von 2000. Eine Ausgangssperre plant die französische Regierung dagegen nicht.

Die britische Regierung plant dagegen trotz rekordhoher Neuinfektionen bis zum Jahresende keine strengeren Corona-Regeln. Die Regierung wartet auf mehr Informationen, ob das inländische Gesundheitssystem mit den hohen Infektionsraten fertig wird. Für Montag wurden allein für den Landesteil England 98 515 Neuinfektionen gemeldet, die Omikron-Variante macht dabei 90 Prozent der Fälle aus. (27.12.2021)

Impfgegner kritisieren Trump

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump steht nach positiven Äußerungen zur Corona-Impfung im Kreuzfeuer von Impfgegnern. Sie glaube, dass Trump einfach alt und schlecht informiert sei, erklärte die rechte Aktivistin Candace Owens. Der 75-jährige Trump hatte Owens, die Anhängerin des Ex-Präsidenten ist, vergangene Woche ein Interview gegeben. „Die Impfstoffe wirken. Die Leute sterben nicht, wenn sie sich impfen lassen“, so Trump in diesem Interview. Zuvor hatte er bei einer Veranstaltung von seiner Auffrischungsimpfung erzählt und battle daraufhin von einigen Teilnehmern ausgebuht worden.

Der amtierende Präsident Joe Biden griff Trumps Aussagen auf und sagte: Der Booster sei „vielleicht einer der wenigen Dinge, bei denen er und ich einer Meinung sind“. Auch der US-Immunologe Anthony Fauci sagte, er sei froh, dass sich Trump so äußere. Trump hatte sich nie explizit gegen die Impfung ausgesprochen, aber die Bedrohung durch das Virus stets heruntergespielt. Viele Anhänger der Republikaner sind jedoch militante Impfgegner.

Nach ihrem Interview mit Trump versuchte Owens, diesen zu verteidigen – allerdings auf eher ungewöhnliche Art: „Ich glaube nicht, dass Trump im Net ist oder dass er unbedingt das Net nutzt“. Sie gehe davon aus, dass er sich nur über sogenannte Mainstream-Medien informiere. (27.12.2021)

Auch Tübingens OB Palmer für Erhöhung der Krankenkassenbeiträge

In der Corona-Debatte um höhere Kassenbeiträge für Impfverweigerer hat Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer sich klar für eine solche Maßnahme ausgesprochen. „Wer so unsolidarisch ist, dass er sich und andere gefährdet, unnötige Kosten verursacht und im Krankenhaus möglicherweise in Bettenkonkurrenz zu anderen Patienten tritt, kann nicht die Solidarität der gesetzlichen Krankenversicherung verlangen“, sagte der Grünen-Politiker der FAZ.

Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Klaus Holetschek (CSU), hatte bereits am Wochenende vorgeschlagen, bei Verstößen gegen die geplante allgemeine Impfpflicht nicht nur Bußgelder zu verhängen, sondern auch finanzielle Konsequenzen bei der Krankenkasse zu erwägen. Den Vorstoß des bayerischen Ressortchefs stieß jedoch umgehend auf Widerspruch von der Deutschen Stiftung Patientenschutz und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

Aus Palmers Sicht sollte der Bundestag die Impfpflicht nun rasch beschließen, am besten bereits in einer Sondersitzung Anfang Januar. Der März sei als Beginn für die Impfpflicht zu spät, der 1. Februar sei besser. Aus seiner Sicht, so Palmer, seien Bußgelder bis 5000 Euro angemessen. Arbeitgeber müssten zur Kontrolle des Impfstatus verpflichtet werden. „Personen, die ohne Nachweis angetroffen würden, müssen dann eben zahlen“, so der Tübinger Oberbürgermeister. (27.12.2021)

Kretschmann und Kubicki streiten über Impfpflicht

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat den Widerstand innerhalb der FDP gegen eine allgemeine Impfpflicht scharf kritisiert. „Die Aussage von Wolfgang Kubicki, dass es vielen Impfpflichtbefürwortern um Rache und Vergeltung gehe, ist schlichtweg verantwortungslos und völlig ungeeignet, um die Debatte inhaltlich angemessen zu führen“, sagte der Grünen-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Er sei froh, dass die FDP immerhin der Impfpflicht für das Non-public in Einrichtungen wie Kliniken und Pflegeheimen zugestimmt habe und sich auch FDP-Chef Christian Lindner inzwischen für eine allgemeine Impfpflicht ausspreche.

Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki hatte kürzlich Befürworter einer allgemeinen Corona-Impfpflicht scharf kritisiert und ihnen Rache an Ungeimpften als Motiv unterstellt. Inzwischen hat sich Kubicki gegen die Vorwürfe verteidigt. „Die Menschenwürdegarantie unserer Verfassung gilt auch für Ungeimpfte“, sagte Kubicki den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Dass dieses unverrückbare Wesenselement unseres Gemeinwesens nun zum Teil infrage gestellt wird, halte ich für hochgradig besorgniserregend“, erklärte Kubicki. „Das sollte auch Ministerpräsident Kretschmann, der in der Vergangenheit selbst ja unverhältnismäßige Anti-Corona-Maßnahmen gefordert hat, zu denken geben.“

Weiter sagte der FDP-Mann: „Winfried Kretschmann rate ich dringend, in der Debatte um die Impfpflicht mehr auf die Zwischentöne zu hören.“ Er habe ausdrücklich betont, dass die politische Diskussion über die Impfpflicht in der Regel von Fairness und Respekt getragen sei. „Mich besorgt aber, wenn in der allgemeinen Debatte erklärt wird, Ungeimpfte sollten nicht mehr Weihnachten feiern, sollten die Kosten einer möglichen ärztlichen Behandlung selbst tragen oder sollen gar in Kauf nehmen, im Zweifel nicht behandelt zu werden.“

Kubicki führte aus: „Ich hielt es für nicht vereinbar mit dem menschenfreundlichen Impetus des Grundgesetzes, als von einer „Tyrannei der Ungeimpften“ gesprochen wurde oder zum Beispiel Joshua Kimmich in den sozialen Medien mit schlimmsten Respektlosigkeiten überzogen und klammheimliche Freude über seine Corona-Erkrankung geäußert wurde.“ (27.12.2021)

Weihnachtsgeschäft bricht ein

Die verschärften Corona-Maßnahmen haben dem Einzelhandel in der wichtigen Weihnachtswoche Einbußen beschert. „Im November ist das Weihnachtsgeschäft gut angelaufen, doch 2 G hat Umsätze und Frequenzen einbrechen lassen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes HDE, Stefan Genth. „Bei vielen Handelsbetrieben herrscht Ernüchterung und Existenzangst.“ Bereits das zweite Mal hintereinander sei die Weihnachtszeit für den Einzelhandel eine „Katastrophe“ gewesen. Genth forderte daher „angemessene und unkomplizierte“ Wirtschaftshilfen. Laut einer Umfrage seien die Umsätze im stationären Nicht-Lebensmittelhandel in der Weihnachtswoche durchschnittlich 35 Prozent unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019 geblieben. (27.12.2021)

Israelische Klinik beginnt Studie für vierte Corona-Impfung

Ein israelisches Krankenhaus beginnt an diesem Montag eine Studie zur vierten Impfung gegen das Coronavirus. Etwa 150 medizinische Mitarbeiter der Klinik, die ihre dritte Impfung bis zum 20. August erhalten hätten, würden eine weitere Dosis bekommen, teilte das Sheba-Krankenhaus bei Tel Aviv mit. Alle hätten in einem serologischen Take a look at eine niedrige Anzahl Antikörper gehabt. Für die Studie, in der man den Einfluss der vierten Spitze auf die Anzahl der Antikörper untersuchen wolle, werde das Vakzin von Biontech verwendet, so die Klinik.

Israels Regierung plant Viertimpfungen für alle über 60-Jährigen und Angestellte im Gesundheitssystem. In dem Land sind die Infektionszahlen zuletzt wieder gestiegen und der Anteil der vollständig geimpften Personen beträgt nur 60 Prozent. 31 Prozent der Bevölkerung sind nicht geimpft, bei neun Prozent ist die Gültigkeit der Impfung schon abgelaufen. (27.12.2021)

Mehr Raucher und bedenklicher Alkoholkonsum in Folge der Pandemie

Die Corona-Krise hat den Anteil der Raucher in Deutschland anstiegen lassen. Er liegt nun bei snappy 31 Prozent, wobei alle Personen ab 14 Jahren einbezgen werden. Das geht aus der repräsentativen Langzeitstudie Debra (Deutsche Befragung zum Rauchverhalten) hervor. Vor Beginn der Pandemie, Ende 2019, scamper der Anteil der Raucherinnen und Raucher in der Bevölkerung noch bei etwa 27 Prozent. Wahrscheinlich ist, dass mehr Ex-Raucher rückfällig geworden seien, sagte der Suchtforscher und Debra-Leiter Daniel Kotz der Deutschen Presse-Agentur.

Veränderungen gab es auch beim Alkoholkonsum. Es habe im Zuge der Corona-Pandemie weniger Gelegenheiten zum gemeinsamen Trinken gegeben, sagt Falk Kiefer vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim. Dennoch sei der durchschnittliche Alkoholkonsum in Deutschland im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie in etwa gleich geblieben. Er habe sich in die Wohnungen und auf eine spezielle Untergruppe von Konsumenten verlagert, erläutert Kiefer, der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie ist. „Menschen, die ohnehin schon regelmäßig Alkohol zu Hause getrunken haben, zum Beispiel zum Schöntrinken des Abends – zum Vertreiben von Einsamkeit, Langeweile oder Sorgen, die trinken nun mehr.“ Etwa 25 Prozent der Erwachsenen seien betroffen. Andere wiederum – die Geselligkeits- und Partytrinker – reduzierten ihren Konsum.

Dem Bundesverband Wein und Spirituosen Global zufolge stieg im Lebensmitteleinzelhandel und On-line-Handel der Absatz von Wein und Sekt, dies kompensiere die pandemiebedingten starken Rückgänge im Gastronomiebereich zumindest teilweise. „Menschen, die die Pandemie als belastend empfunden haben, haben im Schnitt mehr getrunken als andere“, sagt Kiefer. Stressfaktoren seien zum Beispiel Mehrfachbelastungen durch Kinder im Homeschooling oder Ehepartner im Home-Office. Auch Langeweile und das Gefühl des Nichtgebrauchtwerdens seien für einige ein Grund zum Trinken. (27.12.2021)

Noch Tausende offene Rechnungen nach Rückholaktion

Like a flash zwei Jahre nach der größten Rückholaktion in der Geschichte der Bundesrepublik zu Beginn der Corona-Pandemie sind noch Tausende Rechnungen offen. Etwa 7000 der insgesamt mehr als 54 000 vom Auswärtigen Amt verschickten Zahlungsbescheide an die Passagiere der 260 Rettungsflüge sind noch gar nicht oder noch nicht ganz beglichen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Ministerium erfuhr. Größtenteils läuft die Zahlungsfrist noch oder es wurde Ratenzahlung vereinbart. In 1200 Fällen musste das Ministerium aber Mahnverfahren einleiten. Viele Passagiere wehren sich vor Gericht gegen eine Beteiligung an den Kosten. Von ursprünglich 201 Klagen sind 135 immer noch anhängig.

Der damalige Außenminister Heiko Maas (SPD) hatte die Aktion am 17. März 2020 zusammen mit Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften gestartet, nachdem viele Länder kurzfristig Grenzen geschlossen und Flugverbindungen gekappt hatten. Insgesamt wurden etwa 240 000 Reisende zurückgebracht. Die Reiseveranstalter flogen die Touristen, die bei ihnen gebucht hatten, selbst kostenlos aus. Für Individualreisende und andere Rückkehrwillige charterte das Auswärtige Amt Maschinen, die 260 Flüge absolvierten und bis Ende April etwa 67 000 Menschen aus mehr als 60 Ländern zurückbrachten. Von Juni an wurden die Rückkehrer zur Zahlung aufgefordert. Die Gesamtkosten der Rückholaktion wurden damals auf 93,8 Millionen Euro geschätzt, knapp 40 Prozent davon sollten die Flugpassagiere selbst übernehmen. (27.12.2021)

Kliniken beklagen Personalmangel und wirtschaftliche Verluste

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) schlägt angesichts des Personalmangels in den Krankenhäusern Dread. 80 Prozent der Kliniken haben Probleme, offene Pflegestellen auf ihren Allgemein- und Intensivstationen zu besetzen. Das ergibt das aktuelle Krankenhaus-Barometer des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI), das dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegt.

Bundesweit sind demnach etwa 22 300 Pflegestellen vakant. Seit 2016 habe sich diese Zahl verdreifacht. „Der Pflegepersonalmangel ist das drängendste Discipline der Gesundheitspolitik. Er muss nach ganz oben auf die politische Tagesordnung“, sagte DKG-Chef Gerald Gaß dem RND. Die Zukunftsaussichten sind ebenfalls düster. Laut Umfrage erwartet jedes zweite Krankenhaus in den kommenden drei Jahren eine Verschlechterung der Personalsituation in der Pflege. (27.12.2021)

Bundesweite Inzidenz steigt leicht auf 222,7

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet binnen 24 Stunden 13 908 Corona-Neuinfektionen. Das sind 2178 Fälle weniger als am Montag vor einer Woche, als 16 086 Positiv-Tests gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 222,7 von 220,7 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100 000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 69 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 110 433. Das RKI weist darauf hin, dass während der Feiertage und zum Jahreswechsel weniger getestet wird und demnach vermutlich weniger Fälle gemeldet werden. (27.12.2021)

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Von admin

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