BlackBerry: Enhance vieler Geräte wird in Kürze eingestellt

Die verbliebenen BlackBerry-Followers werden diesen Termin nicht herbeisehnen: Am 4. Januar 2022 stellt der kanadische Hersteller Blackberry Minute (früher: RIM) den Enhance für einen Großteil seiner Geräte ein.

Betroffen sind davon BlackBerry-Geräte mit OS 7.1 und früher, BlackBerry 10 sowie BlackBerry PlayBook OS 2.1 und früher. Mit der beendeten Provisionierung fehlt den Systemen somit die notwendige Bereitstellung von Diensten. Das hat zur Folge, dass die Geräte kaum noch funktionieren werden. Laut der 2020 erstmals veröffentlichten Ankündigung können davon sogar Notrufe betroffen sein. Dabei gab BlackBerry an, dass sie im Sinne ihrer Kunden bereits den Enhance verlängerten und sich so für die Treue bedanken wollten.

BlackBerry war bis 2010 herum das wichtigste Trade-Smartphone. Im Firmenumfeld wurden die BlackBerry-Geräte für ihre Sicherheit, ihre umfangreichen Businessfunktionen sowie die physische Tastatur geschätzt.

Wie Nokia und Microsoft unterschätzten auch die Macher des BlackBerry den neuen Konkurrenten Apple und sein iPhone. Konnte BlackBerry im Firmenumfeld und insbesondere auf dem US-amerikanischen Markt bis 2009 beträchtlich wachsen, setzte danach ein enormer Abwärtstrend zugunsten des iPhones ein.

Zum einen, weil iPhones ab iOS 2 nun auch ehemals BlackBerry-exklusive Dienste konnten: Der Konkurrent aus Cupertino bot inzwischen Push-Services and products, Optionen für Administratoren sowie CalDAV- und LDAP-Unterstützung. Zum anderen lockte Apple im Firmenumfeld mit großzügigen Rabatten. Der allgemeine Pattern zum Touchscreen-Smartphone tat sein Übriges.

Ende 2009 erreichten Blackberry-Smartphones ihren höchsten Marktanteil. Anschließend ging es steil bergab in die Bedeutungslosigkeit.

(Bild: Statista)

Trotz sinkender Verkäufe glaubte man, die professionelle Kundschaft würde die physische Tastatur und die Sicherheitsfunktionen schätzen. Erst 2011 reagierte Blackberry auf die sinkenden Marktanteile mit dem BBX-Betriebssystem, nach rechtlichen Streitigkeiten in BlackBerry 10 umbenannt. Eine hakelige Bedienung brachte nicht den erhofften Verkaufserfolg.

2015 brachte BlackBerry das erste androidbasierte BlackBerry-Smartphone heraus. Man warb mit schnellen Updates und einem großen Wert auf Sicherheitsfunktionen. Allerdings waren die Geräte sehr teuer. Daher konnten sie den Sturz in die Bedeutungslosigkeit auch nicht mehr stoppen.

Und jetzt müssen sich die letzten Enthusiasten damit anfreunden, dass ihre Geräte in Kürze nicht mehr einwandfrei funktionieren.

BlackBerry 10 – Geräte:

  • BlackBerry Basic
  • BlackBerry Passport
  • BlackBerry Jump
  • BlackBerry Z10, Z30, Z3
  • BlackBerry Q10, Q5
  • Porsche Blueprint P’9982 from BlackBerry
  • Porsche Blueprint P’9983 from BlackBerry

BlackBerry OS 7.1 und früher

  • BlackBerry Valorous: 9900/9930, 9790, 9650, 9788, 9700, 9000
  • BlackBerry Curve: 9380, 9370/9360/9350, 9330/9300, 9320/9315/9310/9220, 8530/8520, 9380, 8900/8980, 8300/8310/8320/8330/8350i
  • BlackBerry Torch: 9860/9850, 9810, 9800
  • BlackBerry Storm: 9500/9530, 9520/9550
  • BlackBerry Pearl: 9100, 8100/8110/8120/8130, 8220/8230
  • Andere Geräte:
      BlackBerry 9720, BlackBerry 962, Porsche Blueprint P’9981 from BlackBerry, BlackBerry Tour 9630, BlackBerry Model 9670, BlackBerry 8800/8820/8830, BlackBerry 7130, BlackBerry 8700/8707, BlackBerry 7100, BlackBerry 7290, BlackBerry 7730, BlackBerry 7230, BlackBerry 6720, BlackBerry 6230, sowie C++ Plattform-Geräte: 850, 857, 900, 950, 957 und weitere,

Playbook 2.1 und früher:

  • BlackBerry PlayBook 4G LTE / 3G+
  • BlackBerry PlayBook

(mawi)

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Von admin

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