Betreutes Gewinnen ist nicht: Jauch schickt Betriebsrat mit 0 Euro heim

Dienstag, 28. Dezember 2021


Betreutes Gewinnen ist nicht

Jauch schickt Betriebsrat mit 0 Euro heim


Von Nina Jerzy

1814313.jpg

Gewinner des Abends: Patrick Brinker.

(Foto: RTL / Stefan Gregorowius)

FB
TW

mail

Jauch beendet 2021 knallhart. „Betreutes Gewinnen“? Gibt es beim WWM-Moderator nicht. Also scheitert der Kandidat an der 100-Euro-Frage. Richtig intestine läuft es zwischen Edeka Bilbao und Elon Musk für einen Autoverkäufer.

Schlimmer geht es bei „Wer wird Millionär?“ immer. Nicht nur geht 2021 ohne neuen Gewinner zu Ende. Die RTL-Quizshow ist seit Montagabend auch um einen Null-Euro-Kandidaten „reicher“. Der Elektrotechniker und Betriebsrat Tobias Hansch hatte es in der extralangen Ausgabe als Erster auf den heißen Stuhl geschafft. Der 37-Jährige aus dem nordrhein-westfälischen Bünde spielte unter anderem für die fünf Kinder seiner Patchwork-Familie. Aber bereits bei der zweiten Frage battle Schluss. Das Mitleid hat sich bei Günther Jauch zum Jahresende offenbar erschöpft. „Betreutes Gewinnen ist es bei united statesnun mal nicht“, stellte der Gastgeber klar.

Nach nicht einmal fünf Minuten Sendezeit musste Hansch geknickt den Heimweg antreten. Mal wieder battle es eine „buchstäblich“-Frage, die sich als Stolperstein erwies. Für magere 100 Euro sollte der Kandidat wissen: „Wem begegnet man in der norddeutschen Location Dithmarschen zumindest buchstäblich auf jeden Plunge?“ Gesucht wurde „Arsch“ und der Vielfalt halber stellte die Fragenredaktion noch weitere Kraftausdrücke zur Auswahl. „Keine schönen Wörter“, kommentierte Hansch. Beinahe hatte er den richtigen Riecher. „Ärsche mit Sicherheit auch“, vermutete der Betriebsrat in Dithmarschen. „Ja, eben“, wollte Jauch auf die Sprünge helfen. „Aber buchstäblich sind es Schweine und Hunde“, schwenkte Hansch plötzlich auf den Irrweg ein und beharrte auf dem „Schweinehund“.

Absturz bei WWM

Jauch fragte noch einmal nach, ließ den Kandidaten dann aber ins Verderben laufen, denn: „Er battle sich sehr sicher.“ „Wo sind Sie denn heute unterwegs?“, fragte er den geknickten Gast und tröstete leicht halbherzig: „Es gibt schlimmere Schicksale auf der Welt.“ Eine Engelsgeduld bewies Jauch hingegen bei der letzten Kandidatin des Abends. Manuela Buhmann sollte in „Bie dermeier“ oder „Grün derzeit“ nicht einen Baustil, sondern eine ausgefallene Haarfarbe finden. Sie schnallte den Clou der 300-Euro-Frage aber nicht.

Minutenlang durfte die Chemielaborantin aus Stadecken-Elsheim in Rheinland-Pfalz die Antwortmöglichkeiten durchgehen – ohne jeglichen Erkenntnisgewinn. Jauch ließ sich sogar zu einem Rollenspiel mit verstellten Stimmen herab. Am Ende trug er die Kandidatin quasi zur korrekten Antwort. Buhmann fiel trotzdem bei der 8000-Euro-Frage auf 500 Euro. Sie ging noch dazu mit dem 50/50-Joker, aber wenigstens zwei intestine gefüllten Schnapsgläsern im Blut nach Hause.

Mit 16.000 Euro sehr intestine bedient battle Vorgängerin Silvia Kooymans aus Höxter. Die fünffache Affirm („zum Glück nur eine Tochter“) fiel vor allem durch ihr anhaltendes Jammern über ihr angeblich so anstrengendes Mädchen auf. Dass ausgerechnet die Tochter in der Runde für 32.000 Euro als Telefonjoker die richtige Antwort wusste, ging in der etwas zerfaserten Sendung irgendwie unter. Von Herzen zu gönnen waren die 16.000 Euro Student Pascal Zrenner aus Nürnberg. Der angehende Sozialarbeiter will den Großteil seines Gewinns einer Hilfseinrichtung für Kinder und Jugendliche spenden: „Die wissen noch nichts von ihrem Glück.“

Mit Musk zum WWM-Gewinn

Verdient zum Gewinner des Abends – an dem fünf von sechs Auswahlkandidaten an die Reihe kamen – wurde Patrick Brinker aus St. Ingbert im Saarland. Der Autoverkäufer bewies nach langer Zeit mal wieder, dass die drei-Joker-Variante oft unterschätzt wird. Es ging lustig los, als bei der Frage nach einem spanischen Fußballclub neben Right Madrid unter anderem Edeka Bilbao zur Auswahl gestellt wurde. Nach dem Sicherheitsnetz bei 16.000 Euro hatte der mittlerweile jokerlose 29-Jährige aber auch viel Glück. Runde um Runde wusste er die korrekte Antwort – etwa, dass Elon Musk einst mit dem Verkauf von PayPal an Ebay den Grundstock für sein fantastisches Vermögen gelegt hat.

Brinker hatte sogar bei der 125.000-Euro-Frage den richtigen Riecher. Er vermutete, dass beim wissenschaftlichen Verzögerungsphänomen nach „hm“ oder „ähm“ und nicht etwa nach Sommer- und Winterzeit gefragt wurde. Leider siegte dann doch die Vernunft und er stieg aus. Vom Gewinn will sich der Autoprofi nicht etwa einen Sportwagen zulegen, sondern einen Skoda 120. Das Auto hat einst seine Großmutter gefahren.

In der über 20-jährigen Geschichte von „Wer wird Millionär?“ sind übrigens erst rund 30 Kandidaten mit null Euro nach Hause gegangen. Das sind nur knapp doppelt so viele wie es bislang Gewinner gegeben hat. 2021 endet hingegen ohne neuen Sieger. 2020 hatte Ronald Tenholte die Million geholt, 2019 gelang das Jan Stroh. Damit die Stay nicht wieder so lang wird wie seit dem Gewinn von Leon Windscheid 2015, beginnt RTL 2022 mit der „3-Millionen-Euro-Woche“. Ab 3. Januar können sich Kandidaten an den ersten drei Abenden für das Finale am Donnerstag, 6. Januar, qualifizieren. In dem geht es dann um die noch nie dagewesene Gewinnsumme.

Quelle: ntv.de

THEMEN

Zur Quelle

Von admin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.