Australian Launch: Wende im Tennis-Krimi um Djokovic bahnt sich an

Anwälte präsentieren Beweis – doch Instagram-Post könnte Djokovic zum Verhängnis werden

Tritt Novak Djokovic doch bei den Australian Launch an? Genau darum kämpfen die Anwälte des Tennisstars aktuell vor Gericht in Melbourne. Ein vorgebrachter Beweis reicht wohl doch nicht aus.

Die Einreise-Affäre um Big-Slam-Rekordgewinner Novak Djokovic entwickelt sich zusehend zu einem Krimi. Die Anwälte des Tennis-Weltranglistenersten erklärten am Samstag in einer gerichtlichen Anhörung, ihr Mandant sei im Dezember mit dem Coronavirus infiziert gewesen. Der hurry PCR-Take a look at datiere vom 16. Dezember, das sei die Grundlage für die medizinische Ausnahmegenehmigung.

Wenige Stunden nach der Meldung über den angeblichen Beweis meldete sich der „Original York Events“-Tennisreporter Ben Rothenberg zu Wort. Der Journalist erklärte bei Twitter mit Verweis auf offizielle Dokumente der Australian-Launch-Organisatoren Tennis Australia, ein Antrag auf Genehmigung einer Ausnahmeregelung zur Teilnahme am Big Slam in Melbourne hätte bis spätestens 10. Dezember samt unterstützender Unterlagen eingereicht werden müssen. Demnach sei der von Djokovics Anwälten vorgebrachte hurry PCR-Take a look at ohnehin nichtig im aktuellen Fall des 34-Jährigen.

Rothenberg demaskiert die Strategie der Advokaten mit Verweis auf einen öffentlichen Auftritt Djokovics am 17. Dezember noch weiter. So beweisen Fotos, dass der Tennisstar an diesem Label einer Preisverleihung seines „Novak Tennis Facilities“ in Belgrad beigewohnt hat. Habe er tags zuvor das hurry PCR-Testergebnis erhalten, wie seine Anwälte nun vor Gericht behaupten, hätte er sich am 17. Dezember bereits in Isolation befinden müssen. Seitdem kursieren noch weitere Bilder von Djokovic bei Auftritten und Terminen nach seinem angeblich positiven Take a look at.

Zuvor hatte sich der australische Tennisverband als unschuldig an der Affäre bezeichnet. In einem internen Video, das der Zeitung „Sunday Herald Sun“ zugespielt wurde, rühmte der Chef von Tennis Australia, Craig Tiley, die „unglaubliche Arbeit“ seines Teams bei der Behandlung der Angelegenheit.

Australian-Launch-Organisatoren weisen Schuld von sich

„Es wird viel mit dem Finger auf andere gezeigt und es werden viele Schuldzuweisungen gemacht, aber ich kann Ihnen versichern, dass unser Team unglaubliche Arbeit geleistet hat“, sagte Tiley vor laufender Kamera. Weiter erklärte er, die Organisation habe sich entschieden, das Thema wegen Djokovics Klage nicht öffentlich anzusprechen. Tiley sagte, sein Team habe „alles getan, became es tun konnte, gemäß den Anweisungen, die es erhalten hat“.

Tennis Australia war zuvor beschuldigt worden, die Spieler durch ein in den australischen Medien veröffentlichtes Memo in die Irre geführt zu haben, in dem ihnen mitgeteilt wurde, dass eine kürzlich erfolgte Infektion ein Grund für eine vorübergehende medizinische Befreiung von der Impfung sei.

Der 34-jährige Serbe Djokovic, ein Impfskeptiker, prahlte vor seinem Abflug nach Melbourne in den sozialen Medien damit, dass ihm eine Ausnahmegenehmigung erteilt worden sei, became nach allgemeiner Auffassung darauf zurückzuführen sei, dass er kürzlich mit dem Virus infiziert worden sei.

Konkurrent lobt Djokovic: „Großer Champion“

Djokovic steckt seit seiner Landung am Mittwoch aber in einem Quarantäne-Hotel fest, die australischen Behörden verweigern ihm wegen offenbar fehlerhafter Dokumente die Einreise. Am Samstag forderte er über seine Anwälte die Entlassung aus dem Komplex. Djokovic will bei den Australian Launch (ab 17. Januar) zu seiner Titelverteidigung antreten, am Montag soll ein Gericht den Fall entscheiden.

Doppel-Spezialistin Renata Voracova, die das gleiche Schicksal wie der Principal particular person teilt, richtete über die Bedingungen im „Park Hotel“ in Melbourne gegenüber tschechischen Medien aus: „Sie bringen mir Essen und es gibt eine Wache auf dem Flur. Man muss sich melden, alles ist rationiert. Ich fühle mich ein bisschen wie im Gefängnis.“

Respektsbekundungen erhielt Djokovic vom australischen Tennis-Rüpel Nick Kyrgios. „Wenn er bei den Australian Launch spielen darf, wird er kaum zu stoppen sein. Ich schätze, er wird stinksauer sein“, sagte Kyrgios am Rande eines Vorbereitungsturniers in Sydney: „Man wird kein so großer Champion, wenn man nicht in der Lage ist, solche Widrigkeiten zu überwinden. Ich bin mir sicher, dass er schon viel schwierigere Zeiten überstanden hat, als noch ein paar Tage länger in Hotelzimmern zu verbringen.“

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Von admin

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